Stadtrundgang Assen (Stadt der Paläste)

(3,1 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Die Entstehungsgeschichte von Assen beginnt 1260 mit dem Nonnenkloster Maria in Campis. Das ist ein außergewöhnlicher Beginn für eine Stadt. Assen hat demnach keine richtige Stadtgeschichte wie die meisten anderen Provinzhauptstädte. Der ausgeschilderte Rundgang startet dort, wo einst das Kloster stand.

Die Begründer waren Zisterzienser und stammten in der Zeit von 1234 bis 1246 ursprünglich aus der Gegend um Coevorden. Aufgrund des sumpfigen Untergrunds wurde das Kloster von 1260 bis 1271 in das Gebiet des heutigen Drents Museum umgesiedelt. Nach Einführung der kirchlichen Reformation in Drenthe wurde das Kloster um 1600 geschlossen.

Jahrhundertelang war in Assen von geschäftigem Treiben keine Spur. Trotz der geringen Einwohnerzahl (600) verlieh der König von Holland Lodewijk Napoleon Assen im Jahr 1809 Stadtrechte. Und 1814 wurde Assen Provinzhauptstadt. Das betuchte Bürgertum der Stadt ließ sich hier daraufhin seine „Paläste“ bauen.

Die R…

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Die Entstehungsgeschichte von Assen beginnt 1260 mit dem Nonnenkloster Maria in Campis. Das ist ein außergewöhnlicher Beginn für eine Stadt. Assen hat demnach keine richtige Stadtgeschichte wie die meisten anderen Provinzhauptstädte. Der ausgeschilderte Rundgang startet dort, wo einst das Kloster stand.

Die Begründer waren Zisterzienser und stammten in der Zeit von 1234 bis 1246 ursprünglich aus der Gegend um Coevorden. Aufgrund des sumpfigen Untergrunds wurde das Kloster von 1260 bis 1271 in das Gebiet des heutigen Drents Museum umgesiedelt. Nach Einführung der kirchlichen Reformation in Drenthe wurde das Kloster um 1600 geschlossen.

Jahrhundertelang war in Assen von geschäftigem Treiben keine Spur. Trotz der geringen Einwohnerzahl (600) verlieh der König von Holland Lodewijk Napoleon Assen im Jahr 1809 Stadtrechte. Und 1814 wurde Assen Provinzhauptstadt. Das betuchte Bürgertum der Stadt ließ sich hier daraufhin seine „Paläste“ bauen.

Die Route startet am Drents Museum am Brink 1. Hier können Sie nicht parken, aber in der Nähe des Museums in der Torenlaan gibt es (gebührenpflichtige) Parkplätze. Man kann sich anhand der Schilder auch an anderen Stellen in die Route einklinken. Abkürzen können Sie die Route am Kanal Vaart NZ über die Schleusenkammer in Richtung der Gymnasiumstraat und der Dr. Nassaulaan. Dieser Abschnitt ist auch ausgeschildert.

 

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Was Sie zu sehen bekommen

Startpunkt: Brink 1
9401 HS Assen

Drents Museum

Brink 1
9401 HS Assen

Kloosterstraat 1
Assen

Kloosterstraat
Assen

Brink 3
Assen

Brink 4 | entree Museumlaantje
9401HS Assen

Brink
Assen

Markt 7
Assen

Kerkhofslaan
9401 Assen

Kerkhofslaan 200
Assen

Beilerstraat 30
Assen

Doctor Nassaulaan 3 c
Assen

Zuidersingel 12
Assen
Endpunkt: Assen

Beschreibung

Startpunkt: Brink 1
9401 HS Assen
    • Die Route startet am Eingang zum Drents Museum am Brink 1. Dieses Gebäude wurde früher unter anderem als Pferdestall und Amtswohnung genutzt. Sie gehen über den Vorplatz zum Drostenlaantje, Richtung Zuidersingel. Rechts vom Drostenlaantje befindet sich der Gouverneurspark. Am Ende des Drostenlaantje nehmen Sie die Brücke über die Zuidersingel und folgen dann der Straße nach links. Der Gehweg führt Sie zum Landgut Overcingel auf der rechten Straßenseite an der Oostersingel 27. Dieses Haus wurde seinerzeit im Auftrag des Steuereinnehmers von Drenthe gebaut: Mr. Johan van Lier. Setzen Sie Ihren Weg kurz auf der Singel fort, überqueren Sie die Straße und biegen Sie in die erste Straße links ab (Kloosterstraat).
    • Die Kloosterstraat ist eine der ältesten Straßen von Assen. Als Assen noch eine Klostersiedlung war, standen hier bereits Häuser. Zu Ihrer Rechten in der Kloosterstraat sehen Sie eine Mauer mit einer Pumpe. Die Mauer wurde im 19. Jahrhundert aus Klostersteinen („Kloostermoppen“) gebaut. Die Aufschrift auf der Pumpe lautet: „Renovatum Anno Domini MDCCCXCV“, zu gut Deutsch „1895 erneuert“. Das sogenannte Drostenhuis an der Kloosterstraat 1 wurde als Wohnhaus für den Drost von Drenthe gebaut und gehört heute zum Drents Museum. Am Ende der Kloosterstraat gehen Sie am Drostenhuis rechts um die Ecke.
    • Hier auf dem Brink sehen Sie zu Ihrer Rechten den Gebäudekomplex des Drents Museum (Brink 3). In dem im Neorenaissance-Stil errichteten Gebäude war erst die Gouverneur-Verwaltung untergebracht, später das Provinzhaus. Wo heute der „Brink“ ist, war früher der ehemalige Vorhof des Klosters Maria in Campis. Die Abteikirche am Brink 2 steht an der Stelle der ursprünglichen Klosterkirche. Von dieser Kirche ist so gut wie nichts mehr übrig. Nur ein Teil der Südmauer am Innenhof aus dem
      13. Jahrhundert ist noch intakt. Die heutige Form des Gebäudes stammt größtenteils aus dem Jahr 1662. Auch die Kirche ist Teil des Drents Museum. Auf der Rasenfläche steht ein Denkmal der Provinz für die Gefallenen der Jahre 1940-1945.
    • An der Ostseite des Brink befindet sich das Huize Tetrode, ebenfalls integraler Bestandteil des Drents Museum. Der Notar Mr. Anthonij Homan hat das Huize Tetrode 1822 gebaut. In späteren Jahren wurde es bis 1930 von der Familie Tetrode bewohnt. Rechts vom Huize Tetrode steht das wohl älteste Wohnhaus von Assen: das Ontvangershuis. Die Stadthalter Prinz Wilhelm IV. und Prinz Wilhelm V. übernachteten im Ontvangershuis, wenn sie zu Besuch in Drenthe waren. Auch Lodewijk Napoleon, König von Holland und Bruder des französischen Kaisers Napoléon Bonaparte, war bei seinem Besuch 1809 im Ontvangershuis untergebracht und verlieh Assen danach Stadtrechte.
    • Weiter Richtung Museumlaantje sehen Sie rechts neben dem Eingang des Ontvangershuis ein Gebäude mit einem Türmchen. Dies ist das Drents Archief (Brink 4). Nach dem Abbruch des Klosters blieb ein Teil des östlichen Kreuzgangs verschont. Hier befindet sich jetzt das Archiv der Provinz Drenthe. Danach gehen Sie in die Gasse zwischen dem Ontvangershuis und dem Archiv (Museumlaantje). Hier kommen Sie zur Skulptur „Bartje“. Sie stellt eine Hauptfigur aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Anne de Vries dar. Bartje ist vor allem aufgrund folgender Aussage ein Begriff: „Ik bid nie veur bruune boon’n“ (Ich bete nicht für braune Bohnen). Gehen Sie weiter durch die Grünanlage und dann am 11-Decemberlaantje links Richtung Brink.
    • Zu Ihrer Rechten sehen Sie die Justizvollzugsanstalt, dahinter das Gericht. Der Justizpalast (das Bezirksgericht) in der Brinkstraat 4 wurde 1840 im neoklassischen Baustil errichtet, ganz im Trend der damaligen Regierungs- und Behördengebäude. Links auf dem Brink sehen Sie eine Bank aus Mauerwerk. Diese Bank ist ein Geschenk der Inselbewohner von Texel, die hier im Zweiten Weltkrieg von den Besatzungsmächten zum Arbeitsdienst eingeteilt waren. Nach dem Überqueren der Brinkstraat gehen Sie weiter Richtung Brinktrechter/Marktstraat. In der Marktstraat finden Sie die Touristeninformation (VVV). Folgen Sie der Marktstraat, bis Sie auf dem Markt auskommen.
    • Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts herrschte auf dem Markt ein buntes Treiben mit Wäschewagen und Handkarren von Händlern, die ihre Waren an- und abtransportierten. Überqueren Sie den Marktplatz Richtung Kolk. Das Haus am Markt 11/12 heißt das Hofstedehuis, nach einem seiner Bewohner zu Anfang des 19. Jahrhunderts: mr. Coenraad Wolter Ellents Hofstede. An der gegenüber liegenden Ecke des südlichen Kanals (Vaart Zuidzijde) sehen Sie das sogenannte „Wapen van Drenthe“. Dieses Gebäude wurde um 1781 als „Herrenunterkunft“ erbaut. An der rechten Ecke vom Markt gegenüber dem Kolk steht das ehemalige Wohnhaus der Familie Pelinck (Markt 7). Ganz links erinnert der kleine Uhrenturm mit Kreuz noch an die „Weißen Schwestern“, die ab 1938 in dem Gebäude wohnten. Überqueren Sie am Pelinck-Haus auf dem Zebrastreifen die Straße zum Kolk und zum Kanal (Vaart Noordzijde). An dieser Stelle endet der Hauptkanal Drentse Hoofdvaart im Kolk (Schleusenkammer). Schiffe machen hier kehrt.
    • Der Rundgang geht weiter über den Kanal an der Nordseite. Zu Ihrer Rechten sehen Sie das erneuerte Theater De Nieuwe Kolk. Die Häuser am Kanal (Vaart NZ) mit den Hausnummern 26, 28 und 30 sind schöne Beispiele für die im frühen 19. Jahrhundert üblichen Wohnhäuser im Assener Stil: ein eingeschossiges Wohnhaus mit einem Etagenaufbau in der Mitte. Gehen Sie weiter am Nordkanal (Vaart NZ) entlang und dann über die Witterbrug.
    • Dann befinden Sie sich am Südkanal (Vaart ZZ). Gehen Sie nach links und dann rechts in die Kerkhofslaan. Diese kleine Allee führt zum Asserbos. Sie kommen am Nordfriedhof (seit 1823) vorbei. Hier sind Angehörige renommierter Familien aus Assen begraben. Der Wald Asserbos wurde in seiner heutigen Form auf Initiative des Landschaftsgestalters Hofstede von 1764-1784 angelegt. Es handelt sich hier um einen Wald mit geraden Wegen, die sternförmig verlaufen. Der König Lodewijk Napoleon schenkte Assen 1809 diese Waldlandschaft. Am Ende der Kerkhofslaan überqueren Sie die Hoofdlaan Richtung Hertenkamp. Sie folgen dem Hertenkamp in einer Linkskurve zur Beilerstraat.
    • An der Kreuzung Beilerstraat/Van der Feltzpark biegen Sie links ab Richtung Dr. Nassaulaan. Rechts sehen Sie die 1868 erbeute, ehemalige höhere Schule „Rijks HBS“ (derzeit RTV Drenthe). Biegen Sie rechts ab Richtung Zentrum. 1820 wurde in dem weißen Gebäude die Latein-Schule eröffnet. Dr. Hendrik Jan Nassau war dort der erste Schulrektor. Zu Ihrer Rechten sehen Sie dann die Kirche „Maria ten Hemelopneming“ (Mariä Empfängnis). Sie stammt aus dem Jahre 1934. Achten Sie auf die Buntglasfenster, in denen das Leben Marias thematisiert wird. Sie gehen weiter Richtung Kerkplein.
  • Links vor Ihnen ragt die zwischen 1846 und 1848 erbaute Josefkirche empor. Das Gebäude ist eine sogenannte Waterstaatskirche in neoklassizistischem Stil. Nach dem Überqueren des Kerkplein setzen Sie den Rundgang über die Torenlaan fort. An der rechten Ecke (Torenlaan/Zuidersingel) sehen Sie das ehemalige Postamt. Am Ende der Torenlaan sind Sie wieder am Brink.
Endpunkt: Assen