Information zum Coronavirus (COVID-19) und den getroffenen Maßnahmen in Drenthe. Weiterlesen.

Gleiswanderung 2

5 Stunde 50 Minuten (28,0 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Die 18 Kilometer lange Wanderroute „Gleiswanderung 2“ orientiert sich zum Teil an der ehemaligen Eisenbahntrasse Assen-Gieten. Sie entscheiden selbst, ob Sie die Wanderung hinter Anderen auf 12 Kilometer abkürzen. Durst und Appetit stillen Sie auf dieser Wanderung am besten am Start und Ziel in Gieten oder unterwegs in Anderen.

Hünengräber, Grabhügel, Heidefelder, besondere Blumen, Wallhecken, imposante alte Bäume, typische Drenthe-Dörfer, alte Bauernhöfe: All dies bietet diese abwechslungsreiche Wanderroute.

In Drenthe gibt es insgesamt 52 Hünengräber. Zu Beginn dieser Wanderung kommen Sie zu einem kleinen Hünengrab mit einer besonderen Geschichte und zu einem Portalgrab. Erst klein, dann groß: Denn auf dem Rückweg bekommen Sie eines der längsten Hünengräber zu Gesicht. Im Waldstück Zwanemeerbos am Ortsrand von Gieten sind über 50 Grabhügel zu finden.

In Andere…

Die 18 Kilometer lange Wanderroute „Gleiswanderung 2“ orientiert sich zum Teil an der ehemaligen Eisenbahntrasse Assen-Gieten. Sie entscheiden selbst, ob Sie die Wanderung hinter Anderen auf 12 Kilometer abkürzen. Durst und Appetit stillen Sie auf dieser Wanderung am besten am Start und Ziel in Gieten oder unterwegs in Anderen.

Hünengräber, Grabhügel, Heidefelder, besondere Blumen, Wallhecken, imposante alte Bäume, typische Drenthe-Dörfer, alte Bauernhöfe: All dies bietet diese abwechslungsreiche Wanderroute.

In Drenthe gibt es insgesamt 52 Hünengräber. Zu Beginn dieser Wanderung kommen Sie zu einem kleinen Hünengrab mit einer besonderen Geschichte und zu einem Portalgrab. Erst klein, dann groß: Denn auf dem Rückweg bekommen Sie eines der längsten Hünengräber zu Gesicht. Im Waldstück Zwanemeerbos am Ortsrand von Gieten sind über 50 Grabhügel zu finden.

In Anderen steht ein Bauernhof mit dem ältesten, noch intakten Balkenwerk von Nordwesteuropa. Die Tragkonstruktion aus Holz war so robust, dass der Bauernhof nach einem Brand im Jahr 2011 mit den ursprünglichen Balken wiederaufgebaut werden konnte.

Wenn Sie hinter Anderen die lange Route wählen, spazieren Sie durch die schönen Wälder des Forstes Gieten-Borger. Die kürzere Route führt an den ehemaligen Gleisen zurück nach Gieten.

Was Sie zu sehen bekommen

Startpunkt: Brink 8
9461 AS Gieten

Oude Groningerweg 18
9461 BP Gieten

Provincialeweg
9643 ZA Eext

Kerkstraat 2
9463 RB Eext

Kloosterstraat 2
9463 PR Eext

Middenstraat 3
9463 PP Eext

Hünengrab D13

9463 Eext
Hünengrab D13

Hünengrab D12

9463 Eext
Hünengrab D12

Anlooërweg
9468 CN Anderen

Hagenend 3
9465 TS Anderen

Hagenend 2
9465 TS Anderen

Nijend 6
9465 TR Anderen

Provincialeweg 2
9463 TK Eext

Hoornse Bulten
9449 PC Nooitgedacht

Staatsbos
9461TW Gieten

Staatsbos
9461 TW Gieten

Hünengrab D14

9463 Eexter Halte
Hünengrab D14

Mühle Hazewind

Naweg/Eexterweg 0
9461 BD Gieten
Mühle Hazewind
Endpunkt: Brink 8
9461 AS Gieten

Beschreibung

Startpunkt: Brink 8
9461 AS Gieten
  • Angelegt wurde die ehemalige Bahnverbindung Assen-Stadskanaal-Emmen 1904-1905 von der „Noord Ooster Locaal Spoorweg Maatschappij (NOLS)“. Die Eisenbahngesellschaft NOLS wurde 1899 in Zwolle gegründet. Einer der wichtigsten Initiatoren war ein gewisser Herr J. Willink, ein Textilhersteller aus Winterswijk, der schon zuvor bei der Einrichtung von Eisenbahnlinien in Twente mitgewirkt hatte. Die Eisenbahnlinie gehörte zum Verkehrsnetz der NOLS, das von Zwolle bis Delfzijl reichte. Die hiesigen Eisenbahntrassen sollten das Hinterland von Drenthe und Groningen besser erschließen. Man konnte nicht nur Personen befördern, sondern auch agrarische Produkte günstiger und schneller abtransportieren. Wie bei vielen lokalen Bahnverbindungen war auch hier in den 1930er Jahren durch den Boom der Autos und Busse und durch die Krisenjahre der Personenverkehr über die Schiene stark rückläufig. Schon 1939 sollte die Beförderung von Personen auf dieser Trasse aufgehoben werden, doch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fuhren dann noch bis 1948 Personenzüge.
  • Startpunkt der Wanderung ist der Dorfanger „Brink“ in Gieten. Gieten wird erstmals 1221 schriftlich erwähnt, muss aber aufgrund der Grabhügel im nördlich gelegenen Waldgebiet Zwanemeerbos noch viel älter sein. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche gebaut. Sie verdankt ihre heutige, kaum mittelalterlich wirkende Form den Umbauten aus dem Jahre 1850. Gegenüber der Kirche befindet sich das ehemalige Hotel Braams, das 1617 als Herberge an der mittelalterlichen Verbindungsstraße Groningen-Coevorden gebaut wurde. Eine Teilstrecke davon führt noch als Feldweg durch das Waldgebiet Zwanemeerbos. Die Mühle „De Hazewind“ wurde 1833 erbaut.
  • Sie verlassen Gieten und kommen ins Waldgebiet Zwanemeerbos. Die in bizarren Formen wachsenden Eichen in diesem Wald wurden jahrhundertelang für Hackholz genutzt und landeten in den Heizungen und Holzöfen der lokalen Bevölkerung. Die Eichenrinde diente als Rohstoff für Gerbereien. Der Wald steckt voller archäologischer Funde: über 50 Grabhügel, ein Ackerkomplex aus der Eisenzeit und Überreste einer römischen Siedlung. Der breite Feldweg durch den Wald war Teil der alten, frühzeitlichen Verbindung von Coevorden nach Groningen.
  • Sie durchqueren das Örtchen Eext, an dessen Rand sich die Hünengräber D12 und D13 befinden. Das Hünengrab D13 ist eines der kleinsten von Drenthe. Dazu gibt es noch eine nette Anekdote: 1736 suchte ein Bauer aus Eext mit einem Stock nach Steinen. Er stach genau an der Stelle in den Boden, wo sich das Hünengrab befand – damals noch mit Erde bedeckt. Der hohle Klang ließ ihn aufschrecken. Aus diesem Anlass hat man dem Hünengrab den Spitznamen „De Stemberg“ (Stimmenberg) verpasst. Das Hünengrab D12 ist ein Portalgrab, das 1952 erforscht und restauriert wurde. Es ist recht abgelegen auf den „Kamp Akkers“ (einer Eschflur) kurz vor Eext.
  • Hinter den Hünengräbern geht es weiter nach Eexterveld. In Eexterveld gibt es ein ausgeprägtes Relief: Zwischen dem Sandrücken der Drenther Ebene und Scheebroek mit dem Wasserlauf Scheebroekerloopje liegen fast 6 Höhenmeter. Dank dieser Höhenunterschiede wachsen dort Sumpfdotterblumen, Lungen-Enzian, Orchideen, Scharbockskraut und Buschwindröschen. Im Süden befindet sich noch ein Teil der ursprünglichen Heidefläche samt angrenzenden Feuchtwiesen. Feuchtwiesen sind am bläulichen Schimmer vom Schwadenried (eine Seggenart) zu erkennen.
  • Das nächste Dorf, das Sie erreichen, ist Anderen. Es wurde erstmals 1217 schriftlich erwähnt. Sie kommen an einem Bauernhof vorbei (Hagenend 3), wo der Schafpferch von Anderen untergebracht ist. In diesem Bauernhof ist auch das älteste bekannte, noch intakte Balkenwerk von Nordwesteuropa zu sehen. Baumringdatierungen zufolge wurden die für die Tragkonstruktion des Bauernhofs verwendeten Bäume im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts gefällt. Auch die Konstruktion selbst weist auf ein hohes Alter hin. 2011 hat ein Brand den Bauernhof verwüstet. Er wurde jedoch mit den ursprünglichen Balken 2015 wieder aufgebaut. Die Eichenbalken war zwar stark vom Feuer gezeichnet, aber die alten Balken stellten sich als so steinhart heraus, dass sie nach dem Abtragen der verkohlten Schichten noch stark genug für die Reetdachkonstruktion waren.
  • Achtung: Hinter Anderen gehen Sie in Richtung der Landstraße N33. Wo die Wanderroute bei der N33 auskommt, besteht die Möglichkeit, die Route abzukürzen. In dem Fall wandern Sie an der ehemaligen Eisenbahntrasse zurück nach Gieten.
  • Wenn Sie die lange Route von insgesamt 18 km wählen, kommen Sie westlich des Forstes Gieten-Borger zum Wildbachtal des Andersche Diep. Sie sehen hier Wallhecken und mehrere kleine Haine, vorwiegend mit Eschen. Das Privatgelände De Heidehof besteht aus Wiesen und Heide, umgeben von stattlichen alten Bäumen, und einem wunderschönen, leider nicht öffentlich zugänglichem Feld mit gleich mehreren Grabhügeln nebeneinander.
  • Im Forst folgen Sie erst den gelben Wegweisern und dann den weißen. Die Bäume wurden im vorigen Jahrhundert als Nutzholz angepflanzt. Dazwischen liegen einige Heideseen und Heidefelder. Auf der weißen Route stoßen Sie auf ein paar Pingo-Ruinen und auf den mittelalterlichen Weg von Rolde nach Gieten.
  • Wenn Sie den Forst Gieten-Borger hinter sich lassen, haben Sie Eexterhalte vor sich. Früher war hier der Bahnhof Eexterhalte. Zum Andenken daran wurde ein Teil der Gleise wieder verlegt. Sie laufen nun wieder auf der ehemaligen Bahntrasse am Moor „Boekweitveentje“ entlang Richtung Gieten. Das Hünengrab D14, eines der längsten von Drenthe, befindet sich hier ganz in der Nähe.
  • Über die ehemaligen Gleise geht es zurück nach Gieten. Hier endet die Wanderung „Gleiswanderung 2“. Gönnen Sie sich zum Abschluss etwas Leckeres in einem Café oder Restaurant vor Ort und lassen Sie diese schöne Wanderung noch einmal Revue passieren.
Endpunkt: Brink 8
9461 AS Gieten