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Die Runde

2 Stunde 33 Minuten (51,0 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Erleben Sie völlige Stille, verlassen wirkende und weitläufige Landschaften im Torfmoor an der Grenze von Südost-Drenthe zu Deutschland. Auf dem Rückweg lockt die lebendige Stadt Emmen.

Von der belebten Innenstadt von Emmen aus radeln Sie in östlicher Richtung stadtauswärts. Dort fühlen Sie sich plötzlich in eine andere Welt hineinversetzt. Die Landschaft ist durch gerade Linien geprägt. Die Flächeneinteilung in Grundstücke und Kanäle verrät, dass hier früher Torf abgebaut wurde. Das Hochmoor wurde größtenteils abgetragen und der Torf als Brennstoff verwertet. Das sieht man der Landschaft noch an. Einöde, Stille und soweit das Auge reicht kein Zeichen von Zivilisation. Legen Sie eine kurze Pause am Flüsschen Runde ein, einer der seltenen natürlichen Wasserwege der Region. Hier wird die Stille vom plätschernden Wasser unterbrochen.

Im…

Erleben Sie völlige Stille, verlassen wirkende und weitläufige Landschaften im Torfmoor an der Grenze von Südost-Drenthe zu Deutschland. Auf dem Rückweg lockt die lebendige Stadt Emmen.

Von der belebten Innenstadt von Emmen aus radeln Sie in östlicher Richtung stadtauswärts. Dort fühlen Sie sich plötzlich in eine andere Welt hineinversetzt. Die Landschaft ist durch gerade Linien geprägt. Die Flächeneinteilung in Grundstücke und Kanäle verrät, dass hier früher Torf abgebaut wurde. Das Hochmoor wurde größtenteils abgetragen und der Torf als Brennstoff verwertet. Das sieht man der Landschaft noch an. Einöde, Stille und soweit das Auge reicht kein Zeichen von Zivilisation. Legen Sie eine kurze Pause am Flüsschen Runde ein, einer der seltenen natürlichen Wasserwege der Region. Hier wird die Stille vom plätschernden Wasser unterbrochen.

Im Museum Veenpark in Barger-Compascuum erfahren Sie alles über das Moor und den Torfabbau. Per Bahn und Boot geht es durch nostalgische Dörfer und natürlich durch das Hochmoorgebiet, wo die Torfstecher zugange sind. Sie können täglich dem Bäcker, Krämer, Holzschuhmacher und Torfstecher bei der Arbeit zuschauen.

Das sogenannte Bargerveen gehört zum Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen. Bleiben Sie schön auf dem Radweg, um nicht spurlos in der Landschaft zu versinken. Hier liegen nämlich schmatzender Sumpf, modernde Torfgruben und verräterische Felder mit Torfmoos auf der Lauer.

Bei der Rückkehr in Emmen lassen Sie sich auf einer Caféterrasse nieder, um sich allmählich wieder an die bewohnte Welt zu gewöhnen.

Startpunkt der Route ist in der Hoofdstraat in Emmen. In der direkten Umgebung sind gebührenpflichtige Parkplätze vorhanden. Man kann sich anhand der Schilder auch an anderen Stellen in die Route einklinken.

Was Sie zu sehen bekommen

Startpunkt: Hoofdstraat 26
7811 EP Emmen

Schoolstraat 5
7811 EP Emmen

Hoofdstraat 18
7811 EP Emmen

Monetpassage 2
7811 DM Emmen

Raadhuisplein 99
7811 AP Emmen
52

Stadionplein 1
7825 SG Emmen

Pioniersweg 1 a
7826 TA Emmen
50 56 75 73 92

van Echtenstraat
Klazienaveen

De Omloop 8
7891 KS Klazienaveen
99 60

Bargerveen

Verlengde Scheperweg
7765 Zwartemeer
Bargerveen
59

7765 Weiteveen
62

7894 Zwartemeer
64

7894 Zwartemeer
94 93 95 65

Berkenrode 4
7884 TR Barger-Compascuum
01

Scholtenskanaal o.z. 62
7889 VD Klazienaveen-Noord
70 50 51

Oude Markeweg 0
7825 TD Emmen
55

Hünengrab D45

7822 Emmen
Hünengrab D45
21
Endpunkt: Hoofdstraat 26
7811 EP Emmen

Beschreibung

Startpunkt: Hoofdstraat 26
7811 EP Emmen
  • Emmen liegt auf dem geologisch interessanten Höhenzug „Hondsrug“. Enorme Gletscher aus der vorletzten Eiszeit haben hier die Landschaft geprägt. Dabei schob der Eisschild den kompletten Hondsrug von Emmen nach Groningen. Seit September 2013 ist das Gebiet des Hondsrug von der Unesco als europäischer Geopark anerkannt. In den Niederlanden ist dies der erste Unesco Global-Geopark.
  • Das Gebiet war schon lange Zeit bei Siedlern beliebt. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man Werkzeuge aus Feuerstein von den allerersten Bewohnern, den Neandertalern. Aus der Frühgeschichte stammende, mysteriöse Hünengräber und Grabhügel (5.000 Jahre alt) sind eindeutige Zeitzeugen der frühen Bewohner.
  • Emmen wird zuweilen auch die „offene grüne Stadt“ genannt. Die Neubaugebiete wurden abseits des Stadtkerns geplant, um die Natur in der Stadt zu bewahren. Der WILDLANDS Adventure Zoo Emmen hat der Stadt weltweiten Ruhm und den Spitznamen „Schmetterlingsstadt“ beschert.
  • Sie verlassen Emmen anhand der Schilder in östlicher Richtung. Wenn Sie das Waldstück Oosterbos erreicht haben, liegt die Hektik der Stadt endlich hinter Ihnen. Der etwa 250 Hektar große Wald gehört zum Forst von Emmen. Er wurde in den 1970er Jahren von der niederländischen Forstverwaltung Staatsbosbeheer angepflanzt, um die Moorsiedlungen neu zu gestalten. Es gibt hier nicht nur Bäume, sondern auch sumpfige Wasserläufe und Wiesen. Der Wald wurden größtenteils auf nicht abgetragenem Hochmoor angepflanzt.
  • Am Koning Willem-Alexanderkanal lohnt sich ein kurzer Halt zum Beobachten der vorbeifahrenden Boote. Diese 6 km lange Verbindung für die Schifffahrt wurde 2013 eingeweiht. Verbunden wird damit der Scholtenskanal bei Klazienaveen mit Bladderswijk bei Oranjedorp. Der Kanal soll mehr kleine Wasserfahrzeuge und Touristen zu den Moorsiedlungen bringen.
  • Radeln Sie nun weiter nach Klazienaveen. Diese ursprüngliche Moorsiedlung wurde im 19. Jahrhundert von dem Groninger Industriellen A. Scholten gegründet. Er benannte den Ort nach seiner Ehefrau Klaziena. In Klazienaveen-Noord liegt ein Gartenbaugebiet mit zahlreichen Gewächshäusern. Im Ortskern erwartet Sie ein erstaunlich abwechslungsreiches Ladenangebot. Genießen Sie den kurzen Aufenthalt in einem der Cafés oder Restaurants. Schauen Sie auch noch kurz bei der Skulptur „De Veenarbeider“ (Der Torfarbeiter) vorbei. Entworfen wurde sie von Bert Kiewit. Die Skulptur wurde von den Einwohnern zum „Klazienavener des 20. Jahrhunderts“ ernannt. In so ungefähr jeder Familie in Klazienaveen gab es jemanden, der seinen Lebensunterhalt als Torfarbeiter verdiente. Daher ist die Skulptur symbolträchtig für die Identität des Ortes.
  • Springen Sie wieder auf den Sattel und machen Sie sich auf nach Bargerveen. Dieses Moorgebiet zählt zusammen mit den historischen, urbar gemachten Ländereien im Umkreis zum Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen. Der Naturpark ist länderübergreifend, denn auch das deutsche Moorgebiet gehört dazu. In den Niederlanden wirkt kaum ein Ort so einsam und verlassen wie dieser. Man wähnt sich in einer anderen Welt. Entwässerung und Urbarmachung, Torfabbau und anschließende Bewirtschaftung haben die Landschaft geprägt. Die noch vorhandenen Hochmoore bieten zahlreichen, vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Sie radeln aus dem Bargerveen hinaus und kommen dann endlich zum Namensgeber dieser Route: zum Flüsschen Runde. Zwischen all den ausgehobenen Kanälen radeln Sie nun lange Zeit an diesem natürlichen Wasserlauf entlang.
  • Das Dorf Zwartemeer ist eine ehemalige Moorsiedlung, die 1871 südlich vom verschwundenen Zwarte Meer entstanden ist. Dies war ein Hochmoorsee, der dem Flüsschen Runde entsprungen war. Bei der Entwässerung wurde er trockengelegt und ist dann verschwunden. Die Torfarbeiter kamen vor allem aus dem katholischen Twente und aus Deutschland. Deshalb haben die heutigen Einwohner mehrheitlich einen katholischen Hintergrund. Auch viele deutsche Familiennamen kommen vor.
  • Radeln Sie weiter nach Barger-Compascuum. Unterwegs können Sie weit über die Landschaft blicken. Ein Besuch im Museum Veenpark ist zweifellos lohnenswert. Stellen Sie die Räder kurz zur Seite. Die Geschichte des Hochmoors und des Torfabbaus wird hier mit Leben erfüllt.
  • Der nördliche Teil des Waldes Oosterbos liegt vor den Toren von Emmen. Sie überqueren die N31, die Umgehungsstraße von Emmen. Dann radeln Sie über das Viertel Emmerschans wieder in die Innenstadt. Das Stadtviertel ist nach der Befestigungsanlage benannt, die 1594 angelegt wurde, um den früheren Deich (Emmerdijk) vor Feinden zu schützen. Derartige Feinde wollten nämlich über den Deich die sandigen Höhen rund um Emmen erreichen.
  • Kurz vor der Innenstadt durchqueren Sie ganz unerwartet noch ein Naturgebiet: die Emmerdennen. Der im 19. Jahrhundert angelegte Wald hält die Sanddünen fest. Denn die angrenzenden Ackerflächen drohten unter dem Flugsand zu verschwinden. Eine der Dünen heißt Haantjeduin und ist mit ihren 27 Metern über Null eine der höchsten Erhebungen des Hondsrug. Im Wald befindet sich auch das Hünengrab D45.
  • Jetzt können Sie sich wieder in den Trubel der Innenstadt von Emmen stürzen. Verschiedenste Cafés und Restaurants laden hier zu Kaffee und Kuchen ein.
Endpunkt: Hoofdstraat 26
7811 EP Emmen
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