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Beilerdingspel

2 Stunde 36 Minuten (52,0 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Radeln Sie von Naturgebiet zu Naturgebiet im ehemaligen mittelalterlichen Beilerdingspel. Zu jener Zeit war Drenthe in sechs Distrikte („Dingspelen“) mit eigener Rechtsordnung aufgeteilt. Beilen lag zentral im Beilerdingspel, wo diese Radtour startet und endet.

Im Umland von Beilen erkunden Sie gleich mehrere Naturgebiete auf dem Rad. Die Radtour Beilerdingspel ist landschaftlich äußerst reizvoll. Im Mittelalter gehörte Drenthe zum Bistum von Utrecht und war in sechs Distrikte mit eigener Rechtsordnung (Dingspelen) aufgeteilt. Unter „Ding“ verstand man den Gerichtstermin, der bis 1580 drei Mal jährlich einberufen wurde. Beilen lag zentral im Beilerdingspel, wo diese Radtour startet und endet.

Die Natur im Gebiet Terhorsterzand ist über…

Radeln Sie von Naturgebiet zu Naturgebiet im ehemaligen mittelalterlichen Beilerdingspel. Zu jener Zeit war Drenthe in sechs Distrikte („Dingspelen“) mit eigener Rechtsordnung aufgeteilt. Beilen lag zentral im Beilerdingspel, wo diese Radtour startet und endet.

Im Umland von Beilen erkunden Sie gleich mehrere Naturgebiete auf dem Rad. Die Radtour Beilerdingspel ist landschaftlich äußerst reizvoll. Im Mittelalter gehörte Drenthe zum Bistum von Utrecht und war in sechs Distrikte mit eigener Rechtsordnung (Dingspelen) aufgeteilt. Unter „Ding“ verstand man den Gerichtstermin, der bis 1580 drei Mal jährlich einberufen wurde. Beilen lag zentral im Beilerdingspel, wo diese Radtour startet und endet.

Die Natur im Gebiet Terhorsterzand ist überwältigend. Die Tier- und Pflanzenvielfalt ist hier enorm. Das Dwingelderveld ist die größte Feuchtheide von Westeuropa. Es kann gut sein, dass vor Ihnen eine Kreuzotter über den Radweg schnellt. Im und um das Hijkerveld sind viele Spuren prähistorischer Siedler zu entdecken. Wie wäre es mit Grabhügeln aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit? An mehreren Stellen lohnt es sich, kurz vom Rad zu steigen. Im Dorf Beilen, in Spier oder Hooghalen lockt eine Pause mit Kaffee und Kuchen.

Die Radtour beginnt am Bahnhof (Stationslaan) in Beilen. Sie können hier kostenlos parken. Man kann sich anhand der Schilder auch an anderen Stellen in die Route einklinken.

Was Sie zu sehen bekommen

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Terhorsterzand

9411 Beilen
Terhorsterzand

9411 Beilen

9411 Beilen
30 45

Oude Postweg 8
9417 TG Spier

The Nature Game Drenthe | Magisches Tablet-spiel in der Natur

Oude Postweg 6-8 12
9417TG Spier
The Nature Game Drenthe | Magisches Tablet-spiel in der Natur
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Smalbroek
9411 TV Beilen
46 38 36 07 08

9423 Hoogersmilde

Hijkerveld - Diependal

9415 Hijken
Hijkerveld - Diependal

Hijkerweg
9414 AH Hijken
02

Schafpferch ’t Hijkerveld

Hijkerweg
9414 AH Hooghalen
Schafpferch ’t Hijkerveld
34

Stationsstraat 1
9414 TH Hooghalen

9414 Hooghalen

Kerkweg
9414 Hooghalen
03

Gedenkstätte Lager Westerbork

Oosthalen 8
9414 TG Hooghalen
Gedenkstätte Lager Westerbork
05 15 01

Hekstraat 40
9411NH Beilen

Prins Bernhardstraat 12
9411 KH Beilen
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Beschreibung

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  • Die Geschichte von Beilen und Umgebung reicht weit zurück. Schon vor ungefähr 20.000 Jahren wohnten hier Menschen. 1955 wurde in Beilen ein archäologisch wertvoller Fund ausgegraben. Beim Bau der neuen Handwerksschule wurde Sandboden angeliefert. Darin entdeckte man den „Schatz von Beilen“. Er bestand unter anderem aus römischen Münzen (Soldi) aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. und diversen Schmuckstücken aus Gold. Im Drents Museum in Assen ist der Schatz zu bewundern.
  • Beilen ist ein im frühen Mittelalter entstandenes Angerdorf auf den sandigen Anhöhen. Das Dorf liegt von alters her an der Strecke von Meppel nach Groningen. Im Mittelalter war Drenthe in sechs große Verwaltungseinheiten unterteilt: die Dingspelen. Eine davon war das Beilerdingspel. Die Ortschaft entwickelte sich zum Mittelpunkt des gleichnamigen „Dingspel“. Als 1820 ein großer Brand in Beilen wütete, verlor der Ort seinen ursprünglich agrarisch geprägten Charakter. Nach dem Zweiten Weltkrieg weitete sich das Dorf nach Osten und Süden hin aus.
  •  Die reformierte Kirche an der Prins Bernhardstraat 1 in Beilen wurde erstmals 1139 schriftlich erwähnt. Die aktuelle gotische Kirche wurde um 1500 gebaut und ist ursprünglich dem heiligen Stephanus geweiht. Stilistisch gesehen zählt der Kirchturm zur sogenannten Drentse Turmfamilie von Johan die Werckmeyster. 1607 wurde das Gebäude durch einen Brand bis auf die Mauern zerstört. Man baute es anschließend wieder auf. Die Kirche wurde 1937 und 1990 restauriert.
  • Radeln Sie von Beilen aus gen Süden. Das erste Naturgebiet, das Sie erreichen, heißt Terhorsterzand. Es ist rund 181 ha groß. Vom Ursprung her ist es ein Flugsandgebiet, es wurde im Jahr 1900 aber teilweise durch angepflanzte Kiefern „gefestigt“. Terhorsterzand besteht aus einem im Privatbesitz befindlichen Teil und einer größeren, von „Staatsbosbeheer“ (niederländische Forstverwaltung) verwalteten Fläche. Das relativ kleine, aber sehr diverse Gelände umfasst Sandverwehungen, Reste von Torfgruben, Trocken- und Feuchtheide mit einem Heidesee („Makkumerplas“) und Niederwald mit Wacholdersträuchern. Im nördlichen Teil befindet sich ein kleiner und seichter Planschsee. Auf der Heide grasen Schafe und junge Rinder. In dem Gebiet sind allerlei Pflanzen und Tiere zuhause. Aufgrund der Artenvielfalt ist es naturwissenschaftlich äußerst interessant.
  • Sie kehren Terhorsterzand nun den Rücken zu und radeln Richtung Spier. In Spier können Sie bei Bedarf in einer Gasstätte Rast machen. Möglich ist das auch hinter dem Viadukt über die A28 an der „Natuurpoort Spier“, einer der Einfallsschneisen für den Nationalpark Dwingelderveld. In der Gaststätte Boslounge Spier erhalten Sie außerdem Auskunft über die Region. Im Außenbereich der Boslounge gibt es ein Spielparadies für Kinder.
  • Steigen Sie wieder aufs Rad, um den Nationalpark Dwingelderveld hautnah zu erleben. Hier liegt auch der 2017 zum schönsten Radweg von Drenthe gekürte Weg: Commissaris Cramerpad. Eine Radtour durch die größte Feuchtheide Westeuropas ist immer erlebnisreich. Sie sehen den Turmfalken über das Gebiet wachen oder eine Kreuzotter über den Radweg schnellen. Sie erkennen aus der Ferne den Ruf der Feldlerche oder der Kraniche. Nasse Priele und trockene Sanddünen wechseln sich ab. Dadurch gibt es auch eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Auf den tiefer gelegenen Stellen haben sich Heideseen gebildet. Einige davon sind sogenannte Pingo-Ruinen. Sie sind in der Eiszeit durch das Auftauen eines Eiskernes im Boden entstanden, wodurch eine von einem Wall umgebene Hohlform zurückblieb.
  • Hinter dem Dwingelderveld treten Sie kräftig in die Pedale. Sie durchqueren das Strombachtal des Flüsschens Beilerstroom und genießen den Fernblick. Dann überqueren Sie den Fluss Beilerstroom und kommen ins nächste Naturgebiet: die Seenplatte Brunstinger Plassen. Hier überwiegen alte Wanderdünen und karge Heidelandschaft. Dazwischen liegen einige wunderschöne Heideseen.
  • Wenn Sie sich von der schönen Landschaft losreißen können, geht es weiter nach Zuid Hijkerzand. Die große Heide von Staatsbosbeheer blüht von Mitte August bis Mitte September und gilt nicht umsonst als „lilafarbene Pracht“.
  • Am Oranjekanal entlang geht es dann ins Dorf Oranje. Oranje liegt rund um die ehemalige Stärkefabrik von Avebe, die schon seit Mitte der 1980er Jahre den Betrieb eingestellt hat.
  • Steigen Sie an der Brücke über den Kanal kurz ab und lassen Sie die Aussicht auf sich wirken. Dann geht es wieder aufs Rad. Machen Sie sich auf nach Hijkerveld. Hijkerveld ist ein weitläufiges Heidegebiet mit Dutzenden Weihern und Überbleibseln vom Moor. Im und um das Hijkerveld sind viele Spuren prähistorischer Siedler zu entdecken. Wie wäre es mit Grabhügeln aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit? Aus den Fundstücken lässt sich herleiten, dass das Hijkerveld von der Steinzeit bis zur Zeit der Römer bewohnt war.
  • Nach dem Überqueren der A28 kommen Sie zum Angerdorf Hooghalen. Es liegt auf einem Salzstock. Hier bietet sich wieder eine Verschnaufpause an. In der Hoofdstraat gibt es Cafés und Gaststätten.
  • Das letzte Naturgebiet auf dieser Radtour ist Heuvinger Zand. Dieses ehemalige Flugsandgebiet ist einst durch übermäßige Beweidung mit Drenthe-Schafen entstanden. Durch das Anpflanzen von Bäumen hat man versucht, den Sandverwehungen entgegenzuwirken. So ist im Laufe der Zeit ein ansehnlicher Mischwald entstanden. Darin sind sogar noch kleine Flugsandflächen versteckt.
  • Nach diesem letzten Naturgebiet radeln Sie auf offener Fläche mit Feldern und Wiesen Richtung Beilen. Ihre verdiente Belohnung erwartet Sie im Ortskern: Gönnen Sie sich etwas Leckeres auf einer Caféterrasse.
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