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Stadtrundgang Hoogeveen (Trommler)

1 Stunde 15 Minuten (5,6 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Auf diesem ausgeschilderten Stadtspaziergang wird Ihnen die Geschichte von Hoogeveen vor Augen geführt. Der historische Grundstein wurde 1625 von Roelof van Echten gelegt. Er erwarb damals ein ausgedehntes Moorgebiet rund um Zuidwolde: das heutige Hoogeveen.

Wörtlich bedeutet Hoogeveen so viel wie „hohes Moor“, der Name spricht also Bände. Zum Zweck des Torfabbaus gründete Roelof die sogenannte „Compagnie van de 5000 Morgen“. Zur Entwässerung der Torfschichten ließ die Kompagnie ein umfassendes Kanalsystem ausgraben, auf dem nach dem Torfstechen das sogenannte „braune Gold“ zu den Verbrauchern abtransportiert wurde. Roelof van Echten heuerte sonntags immer einen Trommler an, der die Torfarbeiter zur Messe zusammentrommelte.

Torf wurde ab dem Mittelalter bis unge…

Auf diesem ausgeschilderten Stadtspaziergang wird Ihnen die Geschichte von Hoogeveen vor Augen geführt. Der historische Grundstein wurde 1625 von Roelof van Echten gelegt. Er erwarb damals ein ausgedehntes Moorgebiet rund um Zuidwolde: das heutige Hoogeveen.

Wörtlich bedeutet Hoogeveen so viel wie „hohes Moor“, der Name spricht also Bände. Zum Zweck des Torfabbaus gründete Roelof die sogenannte „Compagnie van de 5000 Morgen“. Zur Entwässerung der Torfschichten ließ die Kompagnie ein umfassendes Kanalsystem ausgraben, auf dem nach dem Torfstechen das sogenannte „braune Gold“ zu den Verbrauchern abtransportiert wurde. Roelof van Echten heuerte sonntags immer einen Trommler an, der die Torfarbeiter zur Messe zusammentrommelte.

Torf wurde ab dem Mittelalter bis ungefähr 1900 als Brennstoff zum Heizen der Häuser und zu industriellen Zwecken verwendet. Nachdem sich die Steinkohle durchgesetzt hatte, mussten sich die Bewohner von Hoogeveen um 1900 nach einer anderen Existenzgrundlage umschauen. Sie stellten auf Landbau, Viehzucht und Industrie um. In den 1860er Jahren war Hoogeveen sogar für kurze Zeit die am schnellsten expandierende Gemeinde der Niederlande.

Der Rundgang startet an der Grote Kerk (Kirche). Unweit der Kirche in der Van Echtenstraat oder auf dem Van Echtensplein finden Sie gebührenpflichtige Parkplätze. Man kann sich anhand der Schilder auch an anderen Stellen in die Route einklinken.

Was Sie zu sehen bekommen

Grote Kerkstraat 40
7902 CK Hoogeveen

Grote Kerkstraat 40
7902 CK Hoogeveen

Kleine Kerkstraat
7902 Hoogeveen

Van Echtenstraat 37
7902 EK Hoogeveen

Mühle De Zwaluw

Van Echtenstraat 47
7902 EL Hoogeveen
Mühle De Zwaluw

Hoofdstraat 95
7902 EC Hoogeveen

Hoofdstraat 122
Hoogeveen

Schutstraat 147
Hoogeveen

Raadhuisplein 1
7901 BP Hoogeveen

Pesserstraat 24
7901 LC Hoogeveen

Brinkstraat 5
7902 AC Hoogeveen

Hoofdstraat 3
7902 EA Hoogeveen

Hoofdstraat 13
7902 EA Hoogeveen

Hoofdstraat 15
7902 EA Hoogeveen

Hoofdstraat 17 A
7902 EA Hoogeveen

Grote Kerkstraat 39
7902 CE Hoogeveen

Grote Kerkstraat 40
7902 CK Hoogeveen

Beschreibung

Grote Kerkstraat 40
7902 CK Hoogeveen
    • Der Rundgang startet an der Grote Kerk (Kirche). Mit dem Bau der Kirche wurde 1651 begonnen. Bei der Gestaltung der Kirche hat die Familie Van Echten eine wichtige Rolle gespielt. Das Gebäude war ursprünglich in Form eines griechischen Kreuzes mit vier Seitenarmen geplant. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahl wurde die Kirche zwischen 1766 und 1804 gleich drei Mal vergrößert. So entstand die heutige dreischiffige Hallenkirche unter geradem Dach mit Dachreiter. Die Glocken im Kirchturm wurden in Zutphen von den berühmten Metall- und Glockengießern F. und P. Hemony gegossen. Über dem Südeingang sehen Sie eine Sonnenuhr, ein Geschenk des Bauunternehmers H.C. Dekker im Jahr 1804.
    • Vor der Grote Kerk steht eine Skulptur des Trommlers („De Trommelslager“). Im 17. Jahrhundert besaßen alle Kirchengemeinden Drenthes ihren eigenen Trommler. Diese Tatsache ist auf einen Beschluss vom 26. Juni 1647 zurückzuführen, laut dem es bei der Wolfsjagd überall möglich sein musste, Trommler einzusetzen. Roelof van Echten ließ den Trommler von Hoogeveen am Sonntagmorgen seine Runde machen, um die Leute zum Kirchgang zu bewegen. Aus Geldmangel hatte die Kirche selbst nämlich keine Uhr. Auch bei Brand oder anderem Unheil rückte der Trommler aus. Der letzte Trommler beendete 1973 seinen Dienst. Die Trommel hängt noch in der Kirche und kommt bei speziellen Messen und Konzerten zum Einsatz.
    • Hinter der ehemaligen Pfarrei der Grote Kerk in der Van Echtenstraat liegt der alte jüdische Friedhof. Er wurde von 1730 bis 1839 genutzt.
    • Während des Rundgangs lugt manchmal die Getreidemühle „De Zwaluw“ über den Dächern hervor. Die Mühle stammt in ihrer heutigen Form aus dem Jahre 1834. „De Zwaluw“ ersetzt eine Mühle aus dem Jahr 1787, die durch einen Brand vernichtet wurde. Der gegenwärtige Müller mahlt mit ehrenamtlichen Helfern auf traditionelle Weise verschiedene Getreidesorten und verkauft das Mehl im Mühlenladen.
    • Es geht weiter zum Kirchplatz (Kerkplein). Hier steht die imposante reformierte Kirche (Hoofdstraatkerk). In ihrer aktuellen Form wurde sie 1904 gebaut. Es handelt sich um eine rechtwinklig geschlossene, dreischiffige Kirche mit Satteldächern und Portal. Die breite Fassade beeindruckt durch ihre Zinnenformen, Ecktürmchen mit Zeltdach und den mittleren Aufsatz mit Turmspitze und Giebel. Der Entwurf für die Kirche stammt aus der Hand von G. Hoekzema. Hoch oben auf der Fassade ist ein Stein mit zwei Jahreszahlen versehen: „1834-1886“. Die Jahreszahlen verweisen auf einen Exodus aus der niederländisch-reformierten Kirche, der im 19. Jahrhundert stattfand.
    • Die Hoofdstraat bildet das Geschäftszentrum von Hoogeveen. Mitten durch die Hoofdstraat schlängelt sich ein 250 Meter langes und 10 Meter breites Wasserkunstwerk: „De Cascade“. De Cascade erinnert an den Kanal, der einst durch die Hoofdstraat strömte und zum Torftransport genutzt wurde.
    • Am Ende der Hoofdstraat kommen Sie zur Kreuzung Hoofdstraat-Haagje-Alteveerstraat-Schutstraat, im Volksmund „Het Kruis“ (das Kreuz) genannt. Hier liegt der Grundstein von Hoogeveen. Die Kanäle dieses ehemaligen Wasserstraßenkreuzes wurden zugeschüttet. Aber ein paar alte Häuser erinnern noch an jene Zeit:, etwa das „Huis met de Duivengaten“ (Haus mit den Taubenlöchern) und das “‘t Olde Schippershuus“. Die Familie Van Echten baute das Schippershuus um 1640 als „Tiendenhuis“ (Tienden = Steuerabgabe). Als Café für Schiffer war es von 1882 bis 1990 ein beliebter Treffpunkt.
    • Am Zuiderweg liegt ein Friedhof, dessen ältester Teil aus 1829 stammt. Ein Denkmal am Friedhof ist den jüdischen Einwohnern von Hoogeveen gewidmet, die den Zweiten Weltkrieg nicht überlebten. Daneben steht ein „Ner Tamid“, das ewige Licht. In der Schutstraat 147 finden Sie die alte jüdische Synagoge, die heute von der Baptistengemeinde „De Schutse“ genutzt wird.
    • Der Bau des Rathauses von Hoogeveen mit dem Turmglockenspiel wurde 1940 von restlichen Geldern der „Compagnie van de 5000 Morgen“ finanziert. Nach dem Ende des Torfabbaus beschlossen die Eigentümer, die Kompagnie aufzulösen und die Geldreserven der Gemeinde Hoogeveen zu schenken, damit ein neues Rathaus gebaut werden konnte.
    • Am 11. September 1883 reiste Vincent van Gogh in Hoogeveen an. Er kam nicht weit vom Bahnhof in der Pesserstraat 24 beim Wirt Albertus Hartsuiker unter. Dieses Haus existiert immer noch. Auf der Fassade erinnert eine Tafel an das Ereignis. Obwohl Vincent nur relativ kurz in Drenthe verweilte, machte die ursprüngliche Landschaft Drenthes dauerhaft Eindruck auf ihn. Er legte sie in seinen Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen fest.
  • Die letzte Sehenswürdigkeit auf diesem Rundgang ist das ehemalige Kloster in der Brinkstraat 5. Die Karmeliter aus Zenderen beauftragten den Architekten Croonen aus Almelo mit dem Entwurf des Gebäudes in neogotischem Stil. 1905 wurde es eingeweiht. Die Pater wählten Hoogeveen als zentrale Niederlassung, um von dort aus den weit verstreut wohnenden Katholiken Seelsorge zukommen zu lassen. 1957 haben die Pater den Ort verlassen. Von hier aus führt der Rundgang wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Grote Kerkstraat 40
7902 CK Hoogeveen

Merkmale

  • Startpunkt:
  • Beschildert: Ja
  • Erläuterung Kennzeichnung: