Hünengräber

Wusstest du, dass die monumentalen Hünengräber die ältesten Sehenswürdigkeiten der Niederlande sind? Erbaut aus Findlingen, die in der Eiszeit nach Drenthe kamen, haben die Hünengräber heute keine Namen, sondern Nummern. In Drenthe befinden sich die Gräber D1 bis D54. Zwei Nummern allerdings fallen aus der Liste heraus: D48 ist kein Hünengrab, D33 ist zusammengebrochen. 47 der Hünengräber findest du entlang des Hünengrabhighways, der niederländischen Route 66.

 

Wie wurden sie erbaut?

Das größte Hünengrab der Niederlande, D27, liegt in Borger. Dieses Grab ist beinahe 23 Meter lang. Die gigantischen Findlinge, aus denen das Grab errichtet wurde, wurden über Baumstämme an ihren Platz gerollt. Aber auch mit diesem Trick dürfte es dennoch eine enorme Anstrengung gewesen sein, einen Findling von 20.000 Kilo an die richtige Stelle zu befördern! 

Du möchtest mehr über die Hünengräber erfahren? Dann solltest du unbedingt das Hünengrab-Informationszentrum in Borger aufsuchen. Das Museum informiert auch über das Trichterbechervolk, das die Hünengräber erbaut hat - und das größte Hünengrab der Niederlande, D27, ist von hier aus auch schnell erreicht.

 

Das Hünengrab-Informationszentrum besuchen

Die Big Five

52 Hünengräber sind dann doch etwas viel? Kein Problem: Wir haben die imposantesten Hünengräber der Urregion Drenthe für dich zusammengestellt: unsere Big Five. Tauche ein in die Urgeschichte der Niederlande!

 

Schon gewusst ...?

 

  • Hünengräber sind Grabkammern. Die Toten wurden mit Grabbeigaben beigesetzt, darunter Schmuck, Beile, Speerspitzen und Keramikgefäße gefüllt mit Nahrung.
     
  • So gigantische Felsbrocken? Das kann nicht von Menschen erbaut worden sein! Früher nahm man also auch an, dass die Hünengräber von Riesen (Hünen) erbaut wurden. Heute weist nur noch der Name auf diese Annahme hin. 
     
  • Das Volk der Trichterbecher hat die Hünengräber erbaut. Sie wurden durchschnittlich nur 1,65 Meter groß. In den Gräbern konnten sie aufrecht stehen.
     
  • Die Findlinge selbst waren früher nicht sichtbar. Sie waren bedeckt von Sand und Grassoden. Erkennbar waren nur der langgezgene Hügel und der Deckstein.