De Horst

2 Stunden (10,0 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Im hohen Norden von Drenthe unweit der Grenze zur Provinz Groningen liegt ein wunderschönes Gebiet zum Wandern. Die Wanderroute De Horst führt an prächtigen Gebäuden vorbei. Von Peize aus geht es über De Horst Richtung Eelde und durch die Außenbezirke wieder zurück.

Die 10 km lange Wanderroute De Horst ist nach dem kleinen Ort De Horst zwischen Peize und Eelde benannt. Durst und Appetit stillen Sie auf dieser Wanderung am besten am Start und Ziel in Peize.

Auf dieser Strecke kommen Sie an zahlreichen prächtigen Geb…

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Im hohen Norden von Drenthe unweit der Grenze zur Provinz Groningen liegt ein wunderschönes Gebiet zum Wandern. Die Wanderroute De Horst führt an prächtigen Gebäuden vorbei. Von Peize aus geht es über De Horst Richtung Eelde und durch die Außenbezirke wieder zurück.

Die 10 km lange Wanderroute De Horst ist nach dem kleinen Ort De Horst zwischen Peize und Eelde benannt. Durst und Appetit stillen Sie auf dieser Wanderung am besten am Start und Ziel in Peize.

Auf dieser Strecke kommen Sie an zahlreichen prächtigen Gebäuden vorbei. In Peize starten Sie in der Nähe des Ortes, an dem früher das Huis te Peize, einer der größten Landsitze von Drenthe, gestanden hat. Vorbei an malerischen Bauernhöfen wandern Sie am Dorfausgang Richtung De Horst. Zwischen den mal großen, mal kleinen Bauernhöfen ist Ihnen ein wunderbarer Blick in die Ferne vergönnt. Halten Sie kurz inne beim Huis ter Hansouwe: Dies ist das einzige mittelalterliche Haus aus Stein, das in Drenthe noch erhalten ist.

Am Ortsrand von Eelde dürfen Sie gerne einen Blick in den Bauernhof ’t Hoogeveld werfen. Einen Überblick von oben können Sie sich auch im Vogelparadies „De Onlanden“ verschaffen. Auf dem ganz besonderen Aussichtsturm bietet Ihnen jede Plattformhöhe eine andere Perspektive. Sie können dort nicht nur Vögel beobachten, sondern auch die Exmoor-Ponys, die in „De Onlanden“ leben. In der Ferne erblicken Sie die „Skyline“ der Stadt Groningen. Sobald Sie wieder mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, geht die Wanderung weiter nach Peize.

In Peize gehen Sie an der Kirche und am ehemaligen Rathaus vorbei. Die Getreidemühle Paiser Meul ragt über den Dächern der Häuser empor. Über einen schmalen Wanderweg hinter den Häusern kommen Sie zurück zum Startpunkt.

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Was Sie zu sehen bekommen

Startpunkt: Hoofdstraat 50
9321 CG Peize

Kerkstraat 2
9321 HB Peize

Raadhuisstraat 1
9321 BA Peize

Noordsepad
9321 AE Peize

Mühle von Peize

Molenpad 1
9321 CA Peize

Brinkweg 2
9321 HP Peize

De Horst 21
9321 VH Peize

Helmerdijk 71
9761 VN Eelde

Drentsedijk
9321 TP Peize

Drentsedijk
9321 TP Peize
Endpunkt: Hoofdstraat 50
9321 CG Peize

Beschreibung

Startpunkt: Hoofdstraat 50
9321 CG Peize
  • Das Dorf Peize wird schon 1165 schriftlich erwähnt. Das sog. Huis te Peize wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Es ist einer der größten Landsitze von Drenthe. Hier wurden Sitzungen des „Etstoel“ (des Obersten Gerichts von Drenthe vom Mittelalter bis 1791) und des Landtags abgehalten. 1625 fand dort eine außerordentliche Sitzung des Landtags statt. Ernst Casimir wurde nach dem Tod des Fürsten Moritz von Oranien zum neuen Statthalter von Drenthe gewählt. 1818 wurde der Landsitz abgebrochen. Mit den Überresten wurde ein Wohnhaus am Brinkweg gebaut. Dieses Wohnhaus/diesen Hof gibt es immer noch.
  • Peize besaß zahlreiche Landhäuser. Das bekannteste davon war das Huis te Peize. Leider ist davon nichts mehr übrig. Um 1800 sorgte die wirtschaftliche Flaute dafür, dass viele Landhäuser abgebrochen wurden. Nur das Haus „Jachtlust“ (Jagdlust) am Roderweg existiert noch.
  • Startpunkt der Route ist in der Nähe des einstigen Huis te Peize. Dann geht es Richtung De Horst. De Horst wird erstmals 1363 schriftlich erwähnt. De Horst besteht aus mehreren großen Bauernhöfen. Genannt seien etwa Middelhorst (1867) und Huis Ter Hansouwe. Gebaut wurde der Ort De Horst auf einem Sandrücken im Moorgebiet.
  • Das Anwesen Huis ter Hansouwe wurde als Bauernhof mit starkem Gemäuer erbaut und rundum durch einen Wassergraben begrenzt. Die ältesten Elemente des Hauses stammen aus dem Jahr 1487. Das Huis Ter Hansouwe fungierte als Verteidigungsanlage für den Reeweg (alte Verbindungsstraße) von Groningen nach Drenthe durch das Gebiet namens Peizermade. An einer Furt (einer seichten Stelle) hätte man sonst den Kanal Eelderdiep überqueren können. In späteren Zeiten sicherte das Huis te Hansouwe den Weg Eelde-Peize ab und dient gleichzeitig als Zollhaus. Als einziges, noch erhaltenes Steinhaus aus dem Mittelalter in Drenthe ist es im Besitz der Stiftung Het Drentse Landschap.
  • Sie wandern weiter Richtung Eelde. Am Ortsrand stoßen Sie auf den Bauernhof ’t Hoogeveld. Hier ist immer Tag der offenen Tür: Der biologische Betrieb mit Limousin-Kühen verwaltet in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein „Natuurmonumenten“ ein 600 Hektar großes Moor und Weideland im neu erschlossenen Naturgebiet De Onlanden. Besucher von ’t Hoogeveld haben immer freien Zutritt zum Stall.
  • Sie verlassen Eelde und kommen nun zu „De Onlanden“. Das Gebiet liegt zwischen den Seen Leekstermeer und Paterswoldsemeer und zwischen Peize und Eelde und ist als Natur- und Wasserschutzgebiet (Wasserspeicher) ausgewiesen. Alte Wasserläufe und Priele wurden wiederbelebt. Sumpfwald und Feuchtwiesen entstehen dadurch, dass das Gebiet im Winter teilweise unter Wasser steht. Schauen Sie sich dieses Paradies für Ufer- und Sumpfpflanzen und für Sumpfvögel vom Aussichtsturm aus an. Der 25 Meter hohe Turm hat drei verschiedene Plattformen mit je spektakulärer Aussicht über das Natur- und Wasserschutzgebiet sowie die „Skyline“ von Groningen. Die robuste Stahlkonstruktion des Turms ist mit Holz aus den Wäldern von „Natuurmonumenten“ der Region Veluwe verkleidet. Die Außentreppe windet sich daran hoch.
  • Nach dem fantastischen Panorama wandern Sie über den Zuiderdijk zurück nach Peize. Die Kirche von Peize wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet. Sie besitzt eine der ältesten und größten Orgeln von Drenthe. Die ältesten Teile stammen aus dem Jahr 1631. 1861 hat ein gewisser Van Oeckelen die Orgel in die Kirche befördert. Im Interieur finden Sie unter anderem ein Taufbecken aus Bentheimer Sandstein aus dem 13. Jahrhundert und eine Kanzel von 1751.
  • Des Weiteren ist Peize für die Bierherstellung und später auch für die Hopfenproduktion bekannt. Nördlich von Peize wurden im Moorgebiet Dutzende sogenannte Torfhügel gebaut. Auf diesen traditionell ein Meter hohen Hügeln mit einem Durchmesser von maximal 40 Metern wurden Plaggen zur Behausung errichtet. Neben diesem Unterkommen gab es auf dem Torfhügel nur noch einen Brunnen für Wasser. Im 12. und 13. Jahrhundert fungierten die Torfhügel als kleine Bierbrauereien. Von 1600 bis 1840 gab es in Peize die größte Hopfenproduktion Drenthes. Um diese langjährige Tradition in Ehre zu halten, wird im sog. Hoptuin Peize immer noch Hopfen angebaut.
  • Bei Ihrem Spaziergang durch den Ort kommen Sie an der Paiser Meul, der Getreidemühle von Peize, vorbei. Die Mühle wurde 1898 im Auftrag einiger Bäcker und Landwirte gebaut. 1967 hat die Gemeinde Peize die Mühle gekauft und 1971 und 1972 restauriert.
  • Über einen schmalen Wanderweg hinter den Häusern kommen Sie zurück zum Startpunkt. Hier endet die Wanderung „De Horst“. Gönnen Sie sich zum Abschluss etwas Leckeres in einem Café oder Restaurant vor Ort und lassen Sie diese schöne Wanderung noch einmal Revue passieren.
Endpunkt: Hoofdstraat 50
9321 CG Peize