Hunze

(48,0 km)

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  • Die 48 Kilometer lange Radtour „Hunze“ führt Sie zur Semslinie, der Provinzgrenze zwischen Groningen und Drenthe. Sie starten in Gieten (Drenthe) und radeln an Grabhügeln vorbei durch kleine Dörfer, an einer kleinen Kirche und einer Getreidemühle vorbei bis in die Talauen Hunzevallei. Möchten Sie so viel schöne Natur von oben betrachten? Dann bietet sich der Aussichtsturm an. Kurz darauf sind Sie schon in Groningen (Stadskanaal). Hier gibt es die tollen, restaurierten Eisenbahnen der längsten Museumsbahn der Niederlande (S.T.A.R.) zu besichtigen.

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    Die 48 Kilometer lange Radtour „Hunze“ führt Sie zur Semslinie, der Provinzgrenze zwischen Groningen und Drenthe. Sie starten in Gieten (Drenthe) und radeln an Grabhügeln vorbei durch kleine Dörfer, an einer kleinen Kirche und einer Getreidemühle vorbei bis in die Talauen Hunzevallei. Möchten Sie so viel schöne Natur von oben betrachten? Dann bietet sich der Aussichtsturm an. Kurz darauf sind Sie schon in Groningen (Stadskanaal). Hier gibt es die tollen, restaurierten Eisenbahnen der längsten Museumsbahn der Niederlande (S.T.A.R.) zu besichtigen.

    Einmal zurück in Drenthe radeln Sie am Wald- und Heidegebiet Drouwenerzand vorbei und durch den Forst Gieten-Borger. Bei den Hünengräbern D19 und D20 in der Nähe von Drouwen wird die Vergangenheit fast wieder lebendig.

    Die Radtour startet am Parkplatz am Brink (Dorfanger) bei Brink 7, 9461 AR Gieten (Radknotenpunkt 20). Es gibt genügend kostenlose Parkplätze. Man kann sich anhand der Schilder auch an anderen Stellen in die Route einklinken.

    Was Sie zu sehen bekommen

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    Die Getreidemühle De Eendracht in Gieterveen steht prominent am Ortsrand. Sie grenzt auf der einen Seite an Häuser und auf der anderen Seite an die weitläufige Landschaft. Die Mühle ist noch in Betrieb und mahlt das Getreide aus der direkten Umgebung. Ei

    Getreidemühle De Eendracht
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    frisch gemahlener Kaffee - freundlich - gemütliche Terrasse - hausgemacht klein - regionales Produkt - 40 Sorten loser Tee - Nostalgie

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    Die Mühle De Juffer befindet sich direkt vor dem Dorf Gasselternijveen am Bach Hunze. Von der Galerie aus haben Sie eine fantastische Aussicht auf die 2014 neu entwickelte Bachniederung „Oude Weer“. Die Müller führen Sie gern herum. Auch Mehl für Pfannku

    Mühle De Juffer
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    Beschreibung

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    • Startpunkt der Radtour ist der Dorfanger „Brink“ in Gieten. Gieten wird erstmals 1221 schriftlich erwähnt, muss aber aufgrund der Grabhügel im nördlich gelegenen Waldgebiet Zwanemeerbos noch viel älter sein. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche gebaut. Sie verdankt ihre heutige, kaum mittelalterlich wirkende Form den Umbauten aus dem Jahre 1850. Gegenüber der Kirche befindet sich das ehemalige Hotel Braams, das 1617 als Herberge an der mittelalterlichen Verbindungsstraße Groningen-Coevorden gebaut wurde. Eine Teilstrecke davon führt noch als Feldweg durch das Waldgebiet Zwanemeerbos. Die Mühle „De Hazewind“ wurde 1833 erbaut.
    • Sie verlassen Gieten Richting Eexterzandvoort und radeln an mehreren Grabhügeln vorbei. Hinter Eexterzandvoort überqueren Sie den kleinen Fluss Hunze, auch Oostermoerse Vaart genannt. Das Flüsschen Hunze entspringt unter dem Namen Achterste Diep in „Exloosche Landen“ und „Exloosche Monden“ und als Voorste Diep in den „Eeservenen“, wo es sich einen Weg durch den Hondsrug bei Borger bahnt. Die Hunze verläuft im Tal zwischen dem Hondsrug an der Westseite und einem flachen Sandrücken an der Ostseite. Dieser Sandrücken verhinderte, dass sich das ehemalige Bourtangermoor bis zum Hondsrug ausdehnte. Die Hunze mündet in den See Zuidlaardermeer und fließt von dort aus als Drentsche Diep in den Kanal Winschoter Diep. Das Hunze-Tal ist in der Eiszeit entstanden. Etwa ab Mitte des 18. Jahrhunderts war die Hunze wichtig für den Torftransport. Bis zum Ort Gasselternijveen war die Hunze schiffbar. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die Hunze zur besseren Entwässerung der landwirtschaftlich genutzten Flächen kanalisiert. Da die Hunze zu einem Großteil durch Sickerwasser gespeist wird, haperte es scheinbar an der Regulierung. Große Teile des Flussbeckens werden der Natur an mehreren Stellen (wie bei Elzenmaat) über alte, wieder ausgebaggerte Flussschlingen wieder zurückgegeben.
    • Mitten in den Talauen der Hunzevallei gibt es den Aussichtspunkt Elzemaat. Das dortige Gebäude wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts gebaut, um sauberes Wasser zur Kartoffelfabrik in drei Kilometer Entfernung zu pumpen. Da die Pumpstation mittlerweile stilllag, hat die Stiftung Het Drentse Landschap ihr mit dem Aussichtspunkt neues Leben eingehaucht.
    • Auf dem Rad geht es weiter nach Gieterveen. Bei der Ankunft im Dorf fällt sofort die kleine Kirche auf. Dahinter ragt die Getreidemühle De Eendracht über den Häusern empor. Die ursprünglich aus Nieuw-Buinen stammende Mühle wurde 1877 nach Gieterveen umgesiedelt. Nach einem Brand erhielt die Mühle ihre heutige runde Kappe.
    • Sie radeln wieder auf der Grenze zwischen den Provinzen Groningen und Drenthe und damit an der Semslinie entlang. Bei dem Begriff Semslinie denkt man zunächst an eine Verteidigungsanlage aus früheren Zeiten. Alt ist sie zwar, doch mit Verteidigung hat sie nichts zu tun. Konflikte zwischen Grundbesitzern aus Drenthe und Groningen erreichten 1614 einen Höhepunkt. Die aus Drenthe behaupteten, das Kloster in Ter Apel gehöre zu Drenthe, die Groninger rechneten es jedoch zur Provinz Groningen. Um den Konflikt beizulegen, wurde der friesische Landvermesser Johan Sems engagiert, der die Grenze bestimmen sollte. Er legte die Grenze in einer einigermaßen geraden Linie zwischen dem Haus Ter Haar (nördlich von Ter Apel) und dem Martinitoren in Groningen fest. Damit waren die Konflikte allerdings nicht gelöst, denn die Groninger wollten das Kloster nicht den Bewohnern Drenthes überlassen. Nach Anlage des Stadtkanals wurde die definitive Grenze festgelegt. Danach fiel das Kloster unter den Groninger Landbesitz. Ein kleiner Teil der Semslinie wurde als Provinzgrenze anerkannt.
    • Über die Semslinie kommen Sie bei der Museumsbahn S.T.A.R. im Ort Stadskanaal aus. Die sog. „Museumspoorlijn S.T.A.R.“ ist die längste Museumseisenbahn der Niederlande. Seit 1995 verbinden die Gleise Veendam mit Musselkanaal. Die Strecke deckt sich teilweise mit der Semslinie. Die Eisenbahngesellschaft „Noordoosterlocaalspoorweg-Maatschappij (NOLS)“ legte 1905 die Trasse Assen-Gieten-Stadskanaal (heute ein Wanderweg) und 1910 die Trasse Veendam-Stadskanaal an. Die Eisenbahngesellschaft S.T.A.R. (Groningsch-Drentsche Spoorwegmaatschappij Stadskanaal-ter Apel-Rijksgrens) legte dann 1924 die Trasse Stadskanaal-Musselkanaal an.
    • Sie radeln weiter nach Gasselternijveen. Obwohl der Name Gasselternijveen erst zu französischen Zeiten auf Karten auftauchte, gilt Gasselternijveen als älteste Moorsiedlung in der Hunze-Region. Im 17. Jahrhundert war die Hunze schiffbar und der Stadtkanal existierte noch nicht. Von Gasselternijveen aus wurden Schlunde ausgebaggert, und von dort aus wiederum Kanäle und Gräben durch das Torfmoor. 1667 legten die Generalstaaten per Beschluss fest, dass auf der Hunze freie Warendurchfuhr zu gewähren sei. Infolgedessen entwickelte sich Gasselternijveen zu einem Schifferdorf. Diese Schiffer beförderten Torf nach Groningen und später auch zu anderen Orten der Niederlande. Schließlich fuhren sie mit Küstenmotorschiffen wohl auch nach Skandinavien und England. Da sie in Gasselternijveen wohnhaft blieben, erlebte das Dorf zwischen 1840 und 1930 eine Blütezeit. Nach Anzahl der Schiffe war Gasselternijveen 1913 nach Rotterdam, Amsterdam und Groningen der viertgrößte Seehafen der Niederlande. Ab 1930 nahm die Aktivität der Schifffahrt ab.
    • Hinter Gasselternijveen führt die Radtour Sie nach Gasselte mit der markanten weißen Kirche – wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Kirche ist eine Tochterkirche von Borger. Südlich von Gasselte liegt das Naturgebiet Drouwenerzand mit Wäldern und weitläufiger Heidelandschaft. Auch ein Flugsandgebiet gibt es dort. Während man früher alles daran setzte, Sandverwehungen einzudämmen, plädiert die aktuelle Landschaftspflege für den Erhalt solcher Naturphänomene. Markant für das Heidegebiet ist der Wacholder. Auf Landesebene betrachtet ist der Wacholder eine Seltenheit. In Drenthe dagegen kommt der Heide-Wacholder noch regelmäßig vor. Es ist nicht schwer zu erraten, wozu die Beeren verwendet werden: Genau, damit wird der Wacholderschnaps (der holländische Jenever) aufgesetzt.
    • Sie radeln nun durch den Forst Gieten-Borger zurück nach Gieten. Die Bäume im Forst wurden im vorigen Jahrhundert als Nutzholz angepflanzt. Zwischen den Bäumen verbergen sich schöne Heideseen und Heidefelder. Einige Wege wurden mit Drenther Pflastersteinen befestigt, die man bei der Urbarmachung gefunden hatte. Gen Westen liegt das Wildbachtal des sog. Anderensche Diep mit fotogenen Wiesen und alten Wallhecken. Im Forst treffen Sie auf zwei „Himmelreiche“: „'t Olde Hemelriek“ ist ein hübscher natürlicher Heidesee und „'t Nije Hemelriek“ ist ein ausgebaggerter Badesee mit Strand.
    • Hier endet die Radtour „Hunze-Route“. Gönnen Sie sich zum Abschluss etwas Leckeres in einem Café oder Restaurant vor Ort und lassen Sie diese schöne Tour noch einmal Revue passieren.
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