Ruinen ist eines der ältesten Dörfer in Drenthe. Seine Geschichte reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Vor rund 1200 Jahren siedelten sich die ersten Bauern auf diesen sandigen Anhöhen an. Bewohnbar wurde das karge Land nur, weil sie Wälder abholzten und daraus Ackerland machten. Diese frühe Urbarmachung war der Grundstein für das heutige Dorf.
Geweihte Priester
Um 1140 gründeten die Prämonstratenser hier ein Kloster. Sie brachten neue Kenntnisse über den Ackerbau und die Verwaltung mit. Durch eine bessere Bewirtschaftung sind die fruchtbaren Eschfluren entstanden – ebenso wie eine Dorfstruktur, die noch jahrhundertelang standhalten sollte.
Herrlichkeit
Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Ruin…
Ruinen ist eines der ältesten Dörfer in Drenthe. Seine Geschichte reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Vor rund 1200 Jahren siedelten sich die ersten Bauern auf diesen sandigen Anhöhen an. Bewohnbar wurde das karge Land nur, weil sie Wälder abholzten und daraus Ackerland machten. Diese frühe Urbarmachung war der Grundstein für das heutige Dorf.
Geweihte Priester
Um 1140 gründeten die Prämonstratenser hier ein Kloster. Sie brachten neue Kenntnisse über den Ackerbau und die Verwaltung mit. Durch eine bessere Bewirtschaftung sind die fruchtbaren Eschfluren entstanden – ebenso wie eine Dorfstruktur, die noch jahrhundertelang standhalten sollte.
Herrlichkeit
Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Ruinen zum Zentrum eines selbstständigen Verwaltungsbezirks: Heerlyckheid Ruinen. Im Auftrag des Bischofs von Utrecht übte der Herr von Ruinen Macht über die Dörfer in der Umgebung aus. Es gab sogar eine eigene Rechtsprechung. Weit bis ins 18. Jahrhundert hinein zahlten die Einwohner ihre Steuern in Naturalien, zum Beispiel mit Roggen oder Butter.
Spuren
Obwohl es heute das Kloster und die Herrlichkeit nicht mehr gibt, sieht man auf dem Dorfanger immer noch Spuren, die diese lange Tradition hinterlassen hat. Das Dorfleben spielte sich draußen im Freien ab, umrahmt von Höfen, alten Wegen und Geschichten.
Wissenswert:
Der Name Ruinen leitet sich wohl vom altniederländischen Wort runia ab, das so viel wie offene Stelle oder Neuland bedeutet und somit auf den Ursprung verweist.