Auf zwei Karten des Landvermessers Jan Schrader aus den Jahren 1764 und 1770 ist das „Gewesene Warsse von Munsters Boo“ (ehemals Warsse von Munsters Boo) südlich des Schoonebeekerdieps, am Zusammenfluss von Noorderstrang und Zuiderstrang, verzeichnet. Der Boo lag südlich des Grenzflusses, während sich nördlich davon die Schoonebeeker Boën der Familien Croesen und Wilms befanden. Auf der Karte des Münsteraner Landvermessers Johan Reinardt Issing aus dem Jahr 1738 ist dasselbe Boo als „Rengers Stall aus der Grafschaft Bentheim“ verzeichnet. Und auf einer Karte von Rummerink aus dem Jahr 1761 wird es als „Rengers Stall“ geführt. Der Stall (Boo) tauchte im Landbuch von 1656 nicht auf, daher muss er zwischen 1656 und 1738 erbaut worden sein.
Die Familie von Münster leb…
Auf zwei Karten des Landvermessers Jan Schrader aus den Jahren 1764 und 1770 ist das „Gewesene Warsse von Munsters Boo“ (ehemals Warsse von Munsters Boo) südlich des Schoonebeekerdieps, am Zusammenfluss von Noorderstrang und Zuiderstrang, verzeichnet. Der Boo lag südlich des Grenzflusses, während sich nördlich davon die Schoonebeeker Boën der Familien Croesen und Wilms befanden. Auf der Karte des Münsteraner Landvermessers Johan Reinardt Issing aus dem Jahr 1738 ist dasselbe Boo als „Rengers Stall aus der Grafschaft Bentheim“ verzeichnet. Und auf einer Karte von Rummerink aus dem Jahr 1761 wird es als „Rengers Stall“ geführt. Der Stall (Boo) tauchte im Landbuch von 1656 nicht auf, daher muss er zwischen 1656 und 1738 erbaut worden sein.
Die Familie von Münster lebte sowohl in Großringe als auch in Kleinringe. Laut Landbuch besaß keiner dieser Höfe einen Boo. Aufgrund seiner Lage hätte man vermuten können, dass der Boo der Familie von Münster aus Großringe gehörte. Der Name „Warsse von Münster“ stammt jedoch von der Kleinringer Familie. Während des Grenzstreits von 1760 zwischen den Bauern aus Münster und Schoonebeek besaß Geert von Münster den Hof Münster in Großringe.
Der Standort des Münstersboo ist noch heute in der Landschaft erkennbar. Es handelt sich um ein rechteckiges, von Wald umgebenes Areal mit einigen wenigen Bäumen an der Südseite. Dieses eckige Gelände war auf Landkarten von 1760–1770 deutlich zu erkennen, mit dem Stall im südlichen Teil.