Hein Janning, der geistliche Vater des Janning-Museums, wurde im Juli 1914 in Nieuw-Schoonebeek geboren. Mit neun Jahren beschloss er, Priester zu werden. Seine Eltern, die zunächst dagegen waren, gaben schließlich nach und mussten mehrere Kühe verkaufen, um Hein mit vierzehn Jahren den Besuch der Priesterseminare in Culemborg und Rijsenburg zu ermöglichen. Er wurde am 11. Mai 1940 vorzeitig zum Priester geweiht, da der Krieg ausgebrochen war und der Bischof befürchtete, Hitler würde die Priesterweihen nicht genehmigen. Janning wirkte als Kaplan in Vianen, ’s-Heerenberg und Sneek. Anschließend wurde er Pfarrer in Heeg und kam 1965 als Pfarrer nach Workum, wo er im Mai 1980 starb.
In seiner Jugend war Janning Zeichne…
Hein Janning, der geistliche Vater des Janning-Museums, wurde im Juli 1914 in Nieuw-Schoonebeek geboren. Mit neun Jahren beschloss er, Priester zu werden. Seine Eltern, die zunächst dagegen waren, gaben schließlich nach und mussten mehrere Kühe verkaufen, um Hein mit vierzehn Jahren den Besuch der Priesterseminare in Culemborg und Rijsenburg zu ermöglichen. Er wurde am 11. Mai 1940 vorzeitig zum Priester geweiht, da der Krieg ausgebrochen war und der Bischof befürchtete, Hitler würde die Priesterweihen nicht genehmigen. Janning wirkte als Kaplan in Vianen, ’s-Heerenberg und Sneek. Anschließend wurde er Pfarrer in Heeg und kam 1965 als Pfarrer nach Workum, wo er im Mai 1980 starb.
In seiner Jugend war Janning Zeichner und später, neben seinem Priesteramt, Maler. Er widmete sich mit Leib und Seele seinen Gemälden, von denen er durchschnittlich zwei pro Woche schuf. Insgesamt malte er über 1000 Bilder. Obwohl er sich selbst als Sonntagsmaler bezeichnete, ist bemerkenswert, dass er fast ausschließlich Naturbilder und kaum biblische Figuren oder Ereignisse darstellte. Die Gemälde spiegeln seine Stimmung wider. Oft entstanden sie nachts als Ausgleich nach einem langen Arbeitstag in der Gemeinde. Er unternahm zeitlebens ausgedehnte Reisen und besuchte Länder wie Russland, Israel, Frankreich, Polen und Deutschland. Seine Malutensilien hatte er stets dabei. Er spielte verschiedene Instrumente, darunter Trompete, Horn, Klavier und Violine.
Mit dem Erlös aus dem Verkauf seiner Werke erwarb Pastor Janning eine umfangreiche Sammlung von Kunst und Andachtsgegenständen, von Statuen bis hin zu Monstranzen. Das absolute Prunkstück seiner Sammlung ist eine Chortäfelung aus Waringsdorf im Harz. Jannings größter Wunsch war es, eines Tages ein Museum zu gründen. Drei Jahre nach seinem Tod wurde sein Museum in Workum eröffnet, wo es fast 35 Jahre lang für Besucher geöffnet war. Anschließend zog die Sammlung nach Nieuw-Schoonebeek um und wurde im ehemaligen Pfarrhaus der Bonifaciuskirche untergebracht. Im Juli 2020, nach dreijährigem Umzug und Renovierung, öffnete das Janning Museum seine Pforten. Seither wurden Sammlungen anderer Sammler religiöser Kunst hinzugefügt, darunter die von Joz van Aarle aus Sint-Pancras.
Neben religiösen Werken erzählt das Janning Museum auch die Geschichte der Entstehung von Nieuw-Schoonebeek als Dorf. Der ehemalige Schulleiter Ben Schröer schuf in den 1930er Jahren eine beeindruckende Fotosammlung von Nieuw-Schoonebeek, die einen guten Eindruck davon vermittelt, wie dieses Dorf, das ab 1814 von Münsteraner Kolonisten gegründet wurde, aussah. Schröer fertigte fast 2000 Fotografien der Gebäude und Bewohner des Dorfes an.
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