Die Familie Hekman besaß zwei Boën. Das bekannteste davon war das Hekmansboo, das in der Nähe des Panddiek südlich der Koelveen lag und mehrmals versetzt und wieder aufgebaut wurde. Dieses Boo gehörte jedoch ursprünglich der Familie Scholten aus Kerkeinde und war daher eigentlich kein Hekmansboo. Das echte Hekmansboo befand sich in der Nähe der heutigen deutschen Grenze, südlich des heutigen Gebäudes am Europaweg 333 in Nieuw-Schoonebeek.
Der älteste bekannte Vorfahre der Familie Hekman ist Wessel Heckmans…
Die Familie Hekman besaß zwei Boën. Das bekannteste davon war das Hekmansboo, das in der Nähe des Panddiek südlich der Koelveen lag und mehrmals versetzt und wieder aufgebaut wurde. Dieses Boo gehörte jedoch ursprünglich der Familie Scholten aus Kerkeinde und war daher eigentlich kein Hekmansboo. Das echte Hekmansboo befand sich in der Nähe der heutigen deutschen Grenze, südlich des heutigen Gebäudes am Europaweg 333 in Nieuw-Schoonebeek.
Der älteste bekannte Vorfahre der Familie Hekman ist Wessel Heckmans oder Heck Wessel, der erstmals 1598 erwähnt wurde. Im Roggenpachtregister des Pfarrhauses von Schoonebeek wurde er zusammen mit Engelbert Mages, Herman Mages, Engelbert Gijlers und Johan Hombarcht für die Winterpacht veranlagt. Daraus lässt sich schließen, dass die Güter Hoomberg, Hekman und Gijlers aus den beiden Gütern der Familie Mages hervorgegangen sind. Westersebos, Kerkeinde und Middendorp waren die ursprünglichen Weiler von Oud-Schoonebeek. Später dehnte sich das Dorf im Osten mit Oostersebos aus, wobei das Gut Hekman der letzte und östlichste Hof war. Danach entstanden die gemeinschaftlichen Ödflächen der Bauern von Schoonebeek, die sogenannten Marke. Ein Zaun wurde quer über die Sandstraße errichtet, um das Dorf von der Marke abzugrenzen. Dieses Tor wurde vom Bewohner des letzten Hofes bedient, daher der Name Hekman. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde Oud-Schoonebeek nach Osten erweitert, und die Höfe Holties, Gijlers und Ellen entstanden zwischen dem Hekman-Anwesen und dem Ellenbeek (Ellenbach). Der Trennzaun wurde daraufhin jenseits der Ellen-Höfe in die Nähe des Ellenbeeks verlegt. Urkunden aus dem 19. Jahrhundert erwähnen noch “die sogenannte Benthek“, deren Instandhaltung der westlichste auf der Schoonebeek-Marke oblag.
Nach Wessel Heckman ging der Hekman-Hof in Oostersebos 25 vom Vater an den Sohn über, bis 1769 nur noch eine Tochter übrig war. Danach heirateten mehrere Bauernsöhne in den Hof ein und nahmen den Nachnamen Hekman an. Der Nachkomme Lefert Hekman errichtete 1928 auf dem Hekman-Anwesen südlich des Hofes am Europaweg 28 ein Doppelhaus und bewohnte es. Der Hekman-Hof wurde anschließend verpachtet. Aufgrund der Fahrlässigkeit des Pächters brannte der Hof im September 1934 ab, und ein neuer Hof wurde errichtet, der ebenfalls verpachtet wurde. Im November 1971 verkauften die Erben der Familie Hekman den Hof.
Unterdessen befand sich das östliche Hekmansboo nicht mehr im Besitz der Familie. Ab 1816 bewohnte Jan Hindrik Sloot, der in jenem Jahr von der Torfkolonie Adorf nach Bohendorp (heute Nieuw-Schoonebeek) gezogen war, das alte Böengebäude. Es war möglicherweise das einzige Böengebäude, das von Münsteraner Kolonisten bewohnt wurde. Jan Hindrik Sloot starb 1817, und seine Witwe heiratete noch im selben Jahr Geert Luipen aus Adorf, der in das Hekmansboo einzog. 1821 kehrte die Familie Luipen nach Adorf zurück. Im August 1821 zog der neue Mieter, Joseph Scherpen aus Hesepertwist, in das Hekmansboo ein. Zwischen 1824 und 1832 bauten sie das Hekmansboo zu einem vollwertigen Wohnhaus aus. 1834 errichtete Scherpen ein neues Haus nördlich der Hauptstraße, und das Hekmansboo wurde abgerissen. Erst 1856 kaufte Berend Hendrik Scherpen die zum Boo gehörenden Ländereien von der Familie Hekman.