Eines der bekanntesten Böen von Schoonebeek ist das Hekmansboo. Es war untrennbar mit dem Hinnenboo verbunden; beide wurden 1645 südlich des Koelveen auf der Schoonebeek Marke errichtet. Wir wissen dieses Baujahr, weil 1646 ein Rechtsstreit zwischen den Erbauern Herman Scholten und Hindrik Taten sowie Hindrik Klaassen und Jan Eisen ausbrach, die beide ein Boo in der Nähe besaßen. Letztere waren mit der zusätzlichen Beweidung der Marke durch 40 Rinder weniger einverstanden. Klaassen und Eisen verloren den Prozess jedoch.
Das Hekmansboo gehörte ursprünglich der Familie Scholten, di…
Eines der bekanntesten Böen von Schoonebeek ist das Hekmansboo. Es war untrennbar mit dem Hinnenboo verbunden; beide wurden 1645 südlich des Koelveen auf der Schoonebeek Marke errichtet. Wir wissen dieses Baujahr, weil 1646 ein Rechtsstreit zwischen den Erbauern Herman Scholten und Hindrik Taten sowie Hindrik Klaassen und Jan Eisen ausbrach, die beide ein Boo in der Nähe besaßen. Letztere waren mit der zusätzlichen Beweidung der Marke durch 40 Rinder weniger einverstanden. Klaassen und Eisen verloren den Prozess jedoch.
Das Hekmansboo gehörte ursprünglich der Familie Scholten, die zwei Bauernhöfe westlich der Kirche in Schoonebeek besaß. Die Familie Scholten gab 1645 das Scholtenboo in Auftrag. Um 1810 verkaufte sie es an Jan Hekman und Hinderika Eisen. Durch diesen Besitzerwechsel wurde das Boo in Hekmansboo umbenannt. Es ist das letzte originale Boo, das sich noch im Besitz von Schoonebeek befindet. Bis 1959 stand es auf dem Panddiek in Schoonebeek, südlich der Koelveen. Es gab zahlreiche Versuche, das Boo zu retten, doch schließlich wurde es abgerissen und im Lager der Overcinge Volkshochschule in Havelte eingelagert. Ein geplantes Restaurierungsprojekt wurde aufgegeben, und 1975 wurden der Kuhstall und die Heuscheune im Beeklanden-Gebiet von Schoonebeek wiederaufgebaut. Als dort ein neues Bauprojekt geplant wurde, wurden die beiden Gebäude 1996 auf den Milchviehbetrieb De Katshaar verlegt. Im Juni 2021 wurden die Holzfachwerkträger des Kuhstalls und der Heuscheune nach Schoonebeek zurückgebracht, wo sie nun eingelagert sind und auf ihre Restaurierung warten.