Kirche von Twist

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Die ersten Ansiedlungen im Raum Twist erfolgten im Jahre 1775 durch die Regierung der damaligen Grafschaft Bentheim am südwestlichen Ufer des…

Die ersten Ansiedlungen im Raum Twist erfolgten im Jahre 1775 durch die Regierung der damaligen Grafschaft Bentheim am südwestlichen Ufer des Grenzflusses Aa mitten im Moor (Adorf). 1784 erfüllte dann der Münstersche Fürstbischof Max Franz die Wünsche von Heuerleuten aus dem Emsdorf Hesepe, in der abgelegenen Mark, d. h. im Hochmoor auf dem „Twist“, ebenfalls siedeln zu dürfen. Damit nahm die Besiedelung entlang der Aa vor allem im Bereich des heutigen Straßenzuges Alt-Hesepertwist ihren Lauf. Weitere Koloniegründungen erfolgten 1788 im Bereich von „Alt-Rühlertwist“ sowie in Hebelermeer. Bis August 1788 waren bereits 52 Häuser errichtet, das Land mit Buchweizen, Roggen und Kartoffeln bestellt und das Wasser durch Gräben und Kanäle abgeleitet worden. Ein Sanddeich wurde ebenfalls angelegt, der es Wagen und Pferden ermöglichte, Hesepe zu erreichen. Und am Zwarte Water nahe dem Twist wurde ein Platz für eine Kirche und einen Friedhof abgesteckt. Bei der Grenzteilung von 1788 fielen sechs Boën der Schoonebeeker Bauern Maags, Poppen, Holties, Scholten und Hanken in das Gebiet von Münster.

Die relativ späte Besiedelung der Gegend am Ende des 18. Jahrhunderts war geprägt von einer äußerst bescheidenen Lebensführung der Menschen unter vielen Entbehrungen. Die Beschaffenheit des kargen Moorbodens ermöglichte kaum die Existenz. Buchweizen, Heidschnucken und Bienen lieferten kärgliche Lebensgrundlagen. Nach einigen Jahrzehnten einsetzende Hungersnöte führten zur Auswanderung. So verließen im Herbst 1840 sechzig Twister das Emsland, um nach langer Seereise mit dem Segelschiff „Rebecca“ in den Vereinigten Staaten von Amerika eine neue Heimat zu finden. Eine größere Gruppe siedelte gemeinsam in Taos/Missouri.

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