Ein unbekannter Name unter den Familien von Schoonebeek ist der der Familie Crusen. Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts lebten sie auf einem Baue…
Ein unbekannter Name unter den Familien von Schoonebeek ist der der Familie Crusen. Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts lebten sie auf einem Bauernhof in Westersebos 18. Die Familie stammte nicht aus Schoonebeek. Berent Cruise, geboren um 1559, erklärte 1643, dass er um 1580 nach Schoonebeek gekommen war. Wahrscheinlich heiratete er in die Familie Uninge oder Uny ein, die zu jener Zeit auf dem alten Hof der Familie Uninge oder Uny in Norbruislaan 14/19 und Middendorp 24 lebte. Der Hof der Familie wurde vermutlich zu klein, und zwischen 1580 und 1597 wurden in Westersebos drei neue Höfe errichtet, die heutigen Hausnummern 18, 20 und 22. Zu diesem Zweck wurden drei Grundstücke zwischen den Grundstücken der Familien Bisschops oder Andrieserve und denen der Familien Wenny und Sassen erworben. Ein entfernter Nachkomme von Berent Cruise war Erbe des Hauses Crusenerve. Sein Name war Berent Kroesen. Er hatte keine männlichen Nachkommen, aber vier Töchter, von denen drei jung starben. 1776 heiratete seine Tochter Geesje Hindrik Wilms, den Sohn der wohlhabenden Familie Wilms aus Oostersebos. Damit verschwand der Name Crusen bzw. Kroezen für immer.
Die Familie Crusen besaß selbstverständlich einen Boo, der fast an der deutschen Grenze östlich von Nieuw-Schoonebeek lag. Zwischen 1806 und 1824 wurden der Kuhstall und die Heuscheune abgerissen. Im Dezember 1826 verkaufte Schwiegersohn Hendrik Wilms das Boogeländer an Jan Harm Gelshoorn, Berend Hendrik Lammerts und Jacob Rooschen, Landwirte aus Nieuw-Schoonebeek. Im Sommer 1935 rodeten Arbeiter das Gelände der ehemaligen Boo des Crusen-Hofes. Dabei fanden sie etwa zwanzig Münzen spanischer Herkunft aus dem 16. Jahrhundert. Die Jahreszahlen 1533 und 1558 sowie der Name Filippus Hisp, König Philipp II. von Spanien, waren lesbar. Die Münzen stammen daher aus der Zeit vor Beginn des Achtzigjährigen Krieges im Jahr 1568. Sie wurden in einem halben Meter Tiefe gefunden und befanden sich vermutlich in einem Steinkrug. Während des Krieges gegen die Spanier überquerten die Truppen den Schoonebeekerdiep an der Wilmbrücke, zogen aber nach Westen statt nach Osten, wo sich der Crusenboo befand. Wahrscheinlich befürchtete die Familie Crusen, dass ihr Hof im Westersebos spanischen Plünderern zum Opfer fallen könnte, die Münzen in einem Steinkrug in der Nähe des Crusenboo zu vergraben.
vanaf jouw locatie