Dorf und Feld

2 Stunden 25 Minuten (13,0 km)
Verwaltet von: Recreatieschap Drenthe

Was haben der Hondsrug und eine alte Bahnlinie miteinander gemein? Zwischen Gieten und Gasselte sind beide zu bewandern. Auf der Dorf- und Feldroute reisen Sie zurück in die Eisenzeit mit Grabhügeln und folgen der seit knapp einem Jahrhundert stillgelegten Bahntrasse.

Auf dieser 13 km langen Wanderroute Dorf und Feld folgen Sie der ehemaligen Bahntrasse zwischen Gieten und Gasselte. Durst und Appetit stillen Sie auf dieser Wanderung am besten am Start und Ziel in Gieten oder auf halber Strecke in Gasselte.

Startpunkt der Wanderung ist in Gieten auf dem Höhenzug Hond…

Mehr dazu lesen

Was haben der Hondsrug und eine alte Bahnlinie miteinander gemein? Zwischen Gieten und Gasselte sind beide zu bewandern. Auf der Dorf- und Feldroute reisen Sie zurück in die Eisenzeit mit Grabhügeln und folgen der seit knapp einem Jahrhundert stillgelegten Bahntrasse.

Auf dieser 13 km langen Wanderroute Dorf und Feld folgen Sie der ehemaligen Bahntrasse zwischen Gieten und Gasselte. Durst und Appetit stillen Sie auf dieser Wanderung am besten am Start und Ziel in Gieten oder auf halber Strecke in Gasselte.

Startpunkt der Wanderung ist in Gieten auf dem Höhenzug Hondsrug. Ursprünglich war Gieten ein Angerdorf mit markantem Dorfplatz. In der Umgebung findet man sowohl Wald als auch Heide. In Gieten trafen wichtige mittelalterliche Verbindungswege aufeinander. Als einige der ersten wurden sie im 19. Jahrhundert befestigt. Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts kam ein Bahnhof hinzu. Dieser Bahnhof lag an der Bahnlinie zwischen Assen und Stadskanaal. Sie folgen dieser ehemaligen Bahntrasse auf der Wanderung bis Gasselte.

Außerdem geht es über den Hondsrug, den einzigen Geopark der Niederlande. Der Hondsrug ist ein länglicher Höhenzug in Drenthe und Groningen, der sich von Emmen bis zum Einzugsgebiet der Stadt Groningen erstreckt. Er ist 70 Kilometer lang, bei einer durchschnittlichen Höhe von 20 Meter über Null.

Auf dem Rückweg nach Gieten machen Sie noch einen Schlenker durch die ehemalige Ortschaft Bonnen. Hier wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts das „Huis te Bonnen“ erbaut, der spätere Landsitz Entinge in Bonnen, wurde jedoch 1807 abgerissen.

Weniger anzeigen

Was Sie zu sehen bekommen

Startpunkt: Asserstraat 25
9461 GA Gieten

Mühle Hazewind

Naweg/Eexterweg 0
9461 BD Gieten

Brink 8
9461 AS Gieten

Brink 9
9461 AR Gieten

Oude Groningerweg 18
9461 BP Gieten

Bonnerdijk 3
9461 TE Gieten

De Bonne 2
9461 AE Gieten

Varik 1
9461 TK Gieten

Verlengde Looweg 5
9461 TP Gieten

Stationsstraat 1
9462 PB Gasselte

Gieterweg 6 a
9462 TD Gasselte
Endpunkt: Asserstraat 25
9461 GA Gieten

Beschreibung

Startpunkt: Asserstraat 25
9461 GA Gieten
  • Gieten wird erstmals 1221 schriftlich erwähnt, muss aber aufgrund der Grabhügel im nördlich gelegenen Waldgebiet Zwanemeerbos noch viel älter sein. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche gebaut. Sie verdankt ihre heutige, kaum mittelalterlich wirkende Form den Umbauten aus dem Jahre 1850. Gegenüber der Kirche befindet sich das ehemalige Hotel Braams, das 1617 als Herberge an der mittelalterlichen Verbindungsstraße Groningen-Coevorden gebaut wurde. Eine Teilstrecke davon führt noch als Feldweg durch das Waldgebiet Zwanemeerbos. Die Mühle „De Hazewind“ wurde 1833 erbaut.
  • Auf der Wanderroute Dorf und Feld folgende Sie einem Teil der ehemaligen Bahntrasse Assen-Stadskanaal bis zum Bahnhof von Gasselte. Diese Bahnlinie wurde 1904-1905 von der „Noord Ooster Locaal Spoorweg Maatschappij (NOLS)“ angelegt. Die Eisenbahngesellschaft NOLS wurde 1899 in Zwolle gegründet. Einer der wichtigsten Initiatoren war ein gewisser Herr J. Willink, ein Textilhersteller aus Winterswijk, der schon zuvor bei der Einrichtung von Eisenbahnlinien in Twente mitgewirkt hatte. Die Eisenbahnlinie Assen-Stadskanaal gehörte zum Verkehrsnetz der NOLS, das von Zwolle bis Delfzijl reichte. Die hiesigen Eisenbahntrassen sollten das Hinterland von Drenthe und Groningen besser erschließen. Man konnte nicht nur Personen befördern, sondern auch agrarische Produkte günstiger und schneller abtransportieren. Wie bei vielen lokalen Bahnverbindungen war auch hier in den 1930er Jahren durch den Boom der Autos und Busse und durch die Krisenjahre der Personenverkehr über die Schiene stark rückläufig. Schon 1939 sollte die Beförderung von Personen auf dieser Trasse eingestellt werden, doch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fuhren dann noch bis 1948 Personenzüge.
  • Nördlich von Gasselte liegen die Gleise der ehemaligen Bahnlinie über 8 Meter tiefer, um den Höhenunterschied zwischen dem Hondsrug und dem Tal der Hunze zu verkleinern. Die Stelle wird daher auch „Het Ravijn“ (Schlucht) genannt. Der dabei abgetragene Sandboden wurde genutzt, um den Bahndamm im Tal der Hunze anzulegen.
  • Hinter der „Schlucht“ wandern Sie weiter nach Gasselte. Hier verzweigen sich die Gleise. Die Bahntrasse nach Stadskanaal ist außer einem kleinen Teilstück bei Gasselternijveen noch komplett als Wanderweg intakt. Die Bahntrasse Weerdinge-Exloo-Buinen ist in der Landschaft noch gut erkennbar und wird auch noch vom kleinen Bahnhof in Valthe flankiert. In Gasselte können Sie in einer der Gaststätten Pause machen.
  • Ab Gasselte gehen Sie ein kleines Stück auf dem Wanderweg zurück, bis zur Abzweigung zum See Bonnerplas und zum Bonnerveld. Das Bonnerveld ist ein teilweise urbar gemachtes Gelände. Weiter geht es in Richtung der ehemaligen Ortschaft Bonnen. Hier ließ der Groninger Bürgermeister Johan Wifferinck zu Beginn des 17. Jahrhunderts das sog. „Huis te Bonnen“ bauen. 1725 bat der damalige Eigentümer darum, das Landsitzrecht von Entinge in Dwingeloo zum Haus in Bonnen verlegen zu dürfen. Nach der Bewilligung vom Landtag hieß das „Huis te Bonnen“ seither „Landsitz Entinge te Bonnen“. Schließlich wurde das Haus 1807 abgebrochen.
  • Sie lassen die ehemalige Ortschaft Bonnen hinter sich und wandern nach Gieten. Nördlich von Gieten liegt das Naturgebiet Zwanemeerbos. Auch in dieser schönen Natur finden sich Spuren der Vergangenheit. Dazu zählen die in drei Gruppen verteilten Grabhügel. Forschungen haben ergeben, dass diese Grabhügel vorwiegend aus der Eisenzeit (zwischen 800 v. Chr. und dem Beginn der Zeitrechnung) stammen. Die meisten Hügel sind sog. „Brandgräber“. Im Kern bestehen sie aus Holzkohle der Feuerbestattung und manchmal auch aus Keramikresten.
  • Hier endet die Wanderung „Dorf und Feld“. Gönnen Sie sich zum Abschluss etwas Leckeres in einem Café und oder Restaurant vor Ort und lassen Sie diese schöne Wanderung noch einmal Revue passieren.
Endpunkt: Asserstraat 25
9461 GA Gieten